Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 1 ° wolkig

Navigation:
Musiker wollen Mut machen

Konzert Musiker wollen Mut machen

Zur neunten Stunde, der Todesstunde Jesu, wird an Karfreitag auch in Kirchhains Stadtkirche der Kreuzigung des christlichen Erlösers gedacht.

Voriger Artikel
Familie betreut Feuer in dritter Generation
Nächster Artikel
Rotes Kreuz - aus zwei wird eins

Die Marburger Camerata und der Kirchhainer Familienchor musizierten gemeinsam unter der Leitung von Peter Groß.

Quelle: Böttcher

Kirchhain. Es ist allerdings nicht die Atmosphäre der Trauer, wie sie an diesem Tag in vielen Gottesdiensten und Prozessionen herrscht. Der örtliche Familienchor führt gemeinsam mit dem Marburger Orchester Camerata die Kreuzstabkantate von Johann Sebastian Bach auf – ein Werk des Barock-Komponisten, das den Menschen vor allem Mut machen und den christlichen Glauben an ein Leben nach dem Tod stärken soll.

„Im Text geht es um das Hinübergehen in die Ewigkeit, das gelobte Land“, erklärt der Leiter des Familienchors, Peter Groß, „deshalb hoffen wir, dass die Leute mit ein wenig Hoffnung die Kirche verlassen.“

"Wie aus einem Guss vorgetragen"

Rund 70 Besucher hören sich die Kantate am Nachmittag in der Stadtkirche an. Einer von ihnen ist der in Kirchhain lebende Christoph Graf zu Eulenburg, der sich im Nachgang persönlich bei den Protagonisten bedankt. „Es war wie aus einem Guss vorgetragen“, sagt er, „ich habe vorher schon Proben gehört, die hervorragend waren.“

Der international anerkannte Solist Andreas Czerney trägt den Text der Kreuzstabkantate vor, während die Sänger des Familienchors zu Melchior Francks „Fürwahr, er trug unsere Krankheit“ ihr Können unter Beweis stellen.

Ensembles arbeiten seit 40 zusammen

Bereits im Vorfeld habe die Zusammenarbeit zwischen Camerata und Familienchor wieder einmal gut funktioniert, betont Peter Groß. Beide Ensembles richten seit etwa 40 Jahren gemeinsam das Adventskonzert in Kirchhain aus und kennen sich daher bestens. „Wir haben gestern Abend mit den Proben angefangen, das hat gepasst“, so Groß. Camerata ist keine feste Formation, sondern ein jeweils individuell zusammengesetztes Orchester mit Musikern aus ganz Deutschland. Die Organisation übernimmt meistens die Heidelbergerin Andrea Rüppel. Ihr Vater Martin Rüppel war in den 1970er-Jahren in Kirchhain als evangelischer Pfarrer tätig.

von Yanik Schick

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Von Redakteur Florian Lerchbacher

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr