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Musiker stellen Klasse unter Beweis

65 Jahre Musiker stellen Klasse unter Beweis

Zwei Tage feierte der Musikverein Rauschenberg am Wochenende auf dem historischen Marktplatz seinen 65. Geburtstag - stilecht mit Musik, aber auch mit Tanz.

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Die Rauschenberger Trachtengruppe sorgte beim Fest der Musiker für den optischen Höhepunkt.Fotos: Henkel

Rauschenberg. Mit einem musikalischen Dämmerschoppen begannen die Feierlichkeiten bei herrlichem Sommerwetter und angenehmen Abendtemperaturen. Der musikalische Funke sprang schnell über. Die Mitglieder des Musikvereins genossen unter Leitung von Uwe Henkel aber auch von Beginn an die ungeteilte Aufmerksamkeit der zahlreichen Besucher und tanzten später sogar auf der Straße - allerdings erst, als die „Party Boys“ die musikalische Regie übernommen hatten.

Der offizielle Teil des Festwochenendes fand seinen Auftakt in einem Gottesdienst von Lektorin Eva-Maria Klingelhöfer. Die Mitglieder des Musikvereins sorgten dabei mit geistlicher Musik für angemessene Untermalung.

Die Eröffnung übernahmen dann Rolf Hillenbrand, der als Vorsitzender erst seit einigen Wochen im Amt ist, sowie Schirmherr und Bürgermeister Michael Emmerich. Anschließend gaben befreundete Musiker aus der Region - die sich hinsichtlich Anzahl, Klangkörper und Musikauswahl zum Teil deutlich von den Gastgebern unterschieden - Kostproben ihres Könnens. Nach der Hessischen Trachtenkapelle Wohra traten der Bläserchor Schönstadt, der Musikverein Erfurtshausen und die Emsdorfer Blasmusik auf. „Die Auflockerung durch die Rauschenberger Trachtengruppe hat mir besonders gut gefallen“, lobte Hillenbrand einen optischen Schwerpunkt der Veranstaltung.

Ein besonders enges Verhältnis besteht zwischen dem Musikverein und dem Spielmannszug der Rauschenberger Feuerwehr: Gleich mehrere Stücke spielten sie zusammen und stellten so unter Beweis, dass zwei Musikgruppen in einer Stadt koexistieren können.

Der Musikverein Rauschenberg war im Jahr 1948 durch einen Zufall entstanden: Der in Rauschenberg geborene Berufsmusiker Konrad Gamb kehrte nach dem Zweiten Weltkrieg mit seiner Frau in die Heimat zurück und gründete die „Kapelle Gamb“, die erstmals mit dem inzwischen zur Tradition gewordenen Turmblasen in der Neujahrsnacht aufwartete.

Als Kreisfeuerwehr- und Kreiskyffhäuserkapelle erreichte das durch intensive Nachwuchsarbeit stark angewachsene Orchester hessenweite Bekanntheit. Mit dem Tode Gambs erlebte die Kapelle eine Umstrukturierung. Unter der Regie von Fritz Sachs und dem neuem Namen „Die lustigen Wohrataler“ stieg der Bekanntheitsgrad noch weiter an. Bis in das Jahr 1999 traten die „Die lustigen Wohrataler“ zum Teil in drei Besetzungen an einem Tag in ganz Hessen und in den angrenzenden Gebieten auf.

Seit 1982 firmiert der Zusammenschluss der Rauschenberger Musiker als „Musikverein Rauschenberg“. Aus Gründertagen sind noch Gerhard Vaupel (Trompete) und Heinrich Martin (Tenorhorn) mit dabei. In dem Zusammenwirken von Alt und Jung sieht Hillenbrand die Zukunft seines Musikvereins. „Dafür ist die gute Ausbildung des musikalischen Nachwuchses unerlässlich“, betont er.

von Heinz-Dieter Henkel

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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