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Musiker harmonieren fabelhaft

Konzert Musiker harmonieren fabelhaft

Wunderschöne barocke Klänge erfüllten die evangelische Stephanskirche in Schweinsberg. Besonders Kantorin Soonyoun Yoo beeindruckte das Publikum mit ihrem filigranen Spiel.

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Für das Foto kam Cellist David McDonald zu Soonyoun Yoo an die Orgel.Foto: Mareike Bader

Quelle: Mareike Bader

Schweinsberg. Vor knapp einem Jahr trat Soonyoun Yoo die Stelle als Kantorin, Organistin und Leiterin der Musikschule in Stadtallendorf an. Zusammen mit ihrem Kollegen David McDonald, der an der Musikschule Cello unterrichtet, gestaltete die sympathische Koreanerin in Schweinsberg ein anspruchsvolles Programm ganz im Zeichen des Barocks mit Werken von Johann Sebastian Bach und seinen Zeitgenossen wie Johann Pachelbel oder Willem de Fesch.

Einzige Ausnahme dazu war Gordon Youngs „Prelude in Classic Style“. Diese Orgelkomposition aus dem 20. Jahrhundert gehört längst zum Standardrepertoire und sorgte mit seinem freudigen, feierlichen Klang für eine wunderbare Eröffnung.

Beim Choral „Jesus bleibet meine Freude“ aus der Bach-Kantate „Herz und Mund und Tat und Leben“ war dann zum ersten Mal auch Cellist McDonald zu hören. Herrlich musizierten Yoo und McDonald zusammen und wechselten sich dabei auch in der Führung der wohlbekannten Melodie ab. Auch bei Händels „Largo“ aus dessen Oper „Xerxes“ harmonierten die beiden fabelhaft.

Durch die tolle Akustik der evangelischen Stephanskirche hatten die Zuhörer nicht nur bei diesem schönen, langsamen Stück das Gefühl, der in Schottland aufgewachsene Ire stünde vorne beim Altar, obwohl er die ganze Zeit oben neben Organistin Yoo musizierte. Ihren großen Auftritt hatte Soonyoun Yoo bei den Fantasien von Johann Sebastian Bach. Dort zeigte die Konzert-Organistin und diplomierte Kirchenmusikerin ihr Können. Nach dem Konzert gab die bescheidene Musikerin zu nervös gewesen zu sein, aber das war keineswegs zu hören.

Verschiedene Stimmungen und flinke Figuren zeigten bei der Großen Fantasie und Fuge in g-Moll, warum die Orgel als Königin der Instrumente bezeichnet wird. Bei der Fuge arbeitete Yoo das Thema immer wieder hervorragend heraus.

Bei der Zugabe zeigten beide Musiker ihre Heimatverbundenheit. Die Volkslieder aus Korea und Irland unterstrichen damit den internationalen Charakter des Benefizkonzertes, das zum Rahmenprogramm des Treffens des Ökumenischen Rats der Kirchen gehörte.

Das Konzert wurde zu Gunsten der Organisation „Pan y Arte“, zu Deutsch „Brot und Kunst“, gespielt. Mit dem Projekt „Música“ unterstützt „Pan y Arte“ seit zwei Jahrzehnten hunderte von Kindern und Jugendliche in den Armenvierteln Nicaraguas und gibt ihnen mit dem Zugang zu Musik Hoffnung.

von Mareike Bader

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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