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Musik bringt Kinder auf die Beine

Projekt Musik bringt Kinder auf die Beine

Über ihre Kreativität will das Projekt „Zeig was Du kannst“ Kinder und Jugendliche ansprechen und ihnen im wahrsten Sinne des Wortes „eine Bühne geben.“

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Die Gruppe „Musikschmiede“ probt schon für die große Bühnenshow von „Zeig was Du kannst“. Foto: Michael Rinde

Stadtallendorf. „Ein Kind, das etwas auf die Bühne bringt, kommt im Leben besser klar“, sagt Frank Reimuth vom Projekt „Zeig was Du kannst“. Er stützt sich dabei auf empirische Studien. Das Projekt „Zeig was Du kannst“ der evangelischen Kirchengemeinde Stadtallendorf wird vom Bundes-Familienministerium gefördert. Im vergangenen Jahr erfolgte die Anerkennung, jetzt geht es an die ersten praktischen Schritte.

Alles spielt sich in den Räumen der evangelischen Sing- und Musikschule ab. In der zum Gebäude gehörenden Wohnung lebt bereits eine junge Frau, die ein freiwilliges soziales Jahr absolviert und das Projekt begleitet. Im Sommer kommt eine Sozialpädagogin hinzu.

Aus einem Raum der Musikschule klangen am vergangenen Freitag Kinderstimmen. Sängerin Raili Orrava übt mit der „Musikschmiede“, einer ersten Gruppe, die sich im Zuge von „Zeig was Du kannst“ gebildet hat. Diese Kinder proben schon für ihren ersten großen Auftritt.

Frank Reimuth und das Projektteam hoffen, dass sich bis 29. Mai noch sehr viele Kinder- und jüngere Jugendliche aus Stadtallendorf melden, die tanzen, singen oder einfach nur Musik machen wollen. Am 21. Juni will „Zeig was Du kannst“ diesen Kindern und Jugendlichen dann eine Bühne geben. Das Projekt stellt dabei die Technik und die Moderation für die Auftritte. An diesem Tag werden sich auch die Stadtallendorfer Jugendpflege, der CVJM und der Verein „Gewaltfrei leben“ in der Sing- und Musikschule präsentieren.

Großes, anspruchsvolles Ziel des Projektes ist es in den nächsten drei Jahren möglichst viele Kinder, vielleicht auch Jugendliche anzusprechen und einzubeziehen. „Wir hoffen, dass wir mit der ersten Bühnenshow viele dazu bringen, uns kennenlernen zu wollen“, sagt Reimuth. Orientierung haben die Stadtallendorfer Macher dabei bei einem Projekt in Berlin gewonnen, das sich „Bluebox“ nennt. „Bei uns wird alles etwas kleiner ausfallen, weil wir nicht so viel Personal und Räume haben“, sagt Reimuth. Aber inhaltlich werden sich die Stadtallendorfer an den Berliner Erfahrungen ausrichten. Bei „Bluebox“ dreht sich alles um das Theater, in Stadtallendorf bildet die Musik ein Schwerpunkt.

Wichtiger Bestandteil des Projektes ist Erreichbarkeit von Ansprechpartnern. „Von uns wird immer jemand hier sein“, sagt Reimuth. Die Sing- und Musikschule liege in einem sozial spannenden Umfeld. „Kinder sollen bei uns ein offenes Haus zum Wohlfühlen finden“, beschreibt Reimuth das Grundziel dabei. Viele Workshops soll es in den nächsten Jahren geben. Das künstlerisch anspruchsvollste Ziel ist es, mit den Kindern und Jugendlichen ein gemeinsam erarbeitetes eigenes Stück auf die Bühne zu bringen. Das soll voraussichtlich im Jahr 2015 passieren.

Von außen ist bereits zu sehen, dass sich auf dem Areal der Sing- und Musikschule etwas Besonderes tut. In einigen Wochen soll dort eine kleine Bühne aufgebaut werden können. Innen wurden Wände gestrichen oder neue Stühle besorgt. Ein Raum erhält demnächst einen improvisierten Schallschutz. „Dann können dort auch Bands proben, ohne die Nachbarn zu stören“, sagt Reimuth im Gespräch mit dieser Zeitung.

Doch jetzt sind zunächst einmal kreative Kinder gefragt. Wer bei der Bühnenshow mitmachen möchte, sollte schnell sein Anmeldungsformular abholen, ausfüllen und wieder abgeben und mit dem Proben anfangen.

nKontakt:„Zeig was Du kannst“, c/o evangelische Kirchengemeinde, Liebigstraße 4, Telefon 06428/1458. Das Projekt ist auch auf Facebook zu finden.

von Michael Rinde

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