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"Mr. RSV Roßdorf" legt sein Amt nieder

Rückzug "Mr. RSV Roßdorf" legt sein Amt nieder

In Alfred Schick ist einer der wohl engagiertesten Vereinsvorsitzenden seiner Zeit zurückgetreten. "Ich habe immer versucht, gegenüber allen Mitgliedern fair zu sein", sagt das scheidende Gesicht des RSV Roßdorf.

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Der RSV Schröck muss nunmehr ohne den zurückgetretenen Alfred Schick auskommen.

Quelle: Yanik Schick

Roßdorf. Alfred Schick wollte nie auf die große Bühne. Im Mittelpunkt zu stehen und die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, das überließ der 67-Jährige vorzugsweise anderen.

Ende Januar war es dann aber doch so weit: Auf der Mitgliederversammlung des RSV Roßdorf erhoben sich die Anwesenden auf einmal demonstrativ und applaudierten Schick, der an diesem Tag nach fast 17 Jahren als Vorsitzender sein Amt niederlegte. Beim Rasensportverein Roßdorf ging damit eine Ära zu Ende.

„Ich habe es einfach alleine nicht mehr geschafft“, erzählt Schick, den die Mitglieder unmittelbar nach seinem Rücktritt zum Ehrenvorsitzenden ernannten, im Gespräch mit der OP. Im vergangenen Sommer hatte er das Thema erstmals gegenüber einigen Bekannten im Verein angesprochen, die sich in der Folge um Lösungsmöglichkeiten bemühten. Natürlich, gibt der langjährige Vorsitzende zu, sei ihm der Schritt nicht ganz leicht gefallen. „Es war schon ein bisschen Wehmut dabei. Aber mir war klar, dass ich diese Entscheidung treffen musste.“

Ludwig Preis und Manuel Lecher übernehmen Vorsitz

Seit 1965 engagierte sich der frühere Fliesenleger auch außerhalb des Spielfelds ehrenamtlich für den RSV Roßdorf. Schon als er selbst noch in der A-Jugend spielte, fragten ihn einige Vorstandsmitglieder, ob er nicht die Rolle des Platzwarts übernehmen wollte. Schick sagte zu - und ist bis heute für die Pflege des Rasens und des Sportheims verantwortlich. „Ich hätte damals nicht gedacht, dass ich das so lang machen würde“, sagt er schmunzelnd. Weil ihm diese Aufgaben aber ans Herz gewachsen seien, werde er sich auch in Zukunft darum kümmern, betont er.

Daneben war Schick insgesamt 22 Jahre Jugendleiter und -betreuer sowie acht Jahre stellvertretender Vorsitzender.

Es sind also große Fußstapfen, die Alfred Schick im Vereinsvorstand hinterlässt. In Ludwig Preis und Manuel Lecher hat der RSV jetzt zwei annähernd gleichberechtigte Nachfolger gefunden. Preis (69) bringt eine Menge Erfahrung mit, fungierte bereits zuvor als zweiter Vorsitzender und entlastete Schick in zahlreichen organisatorischen Tätigkeiten. Neu im Vorstand ist der junge Manuel Lecher. „Wir wollen als Team zusammenarbeiten“, erklärt der 28-Jährige und betont: „Uns ist ganz wichtig, dass die Mitglieder immer mitziehen. Es geht um ein Wir-Gefühl.“

Ebenfalls neu gewählt sind Jürgen Arnhold und Helmut Ried (Kassierer), Jan Niklas Rausch und Marius Weber (Schriftführer) sowie Rüdiger Stock (Jugendleiter).

Alfred Schick, der die Verantwortlichen bei Gelegenheit und Bedarf weiter unterstützen will, ist vom Auftakt der Neuen begeistert. „Ich habe mich immer gefragt: was wird passieren, wenn ich irgendwann mal zurücktrete? Aber die Jungs sind lebendig und sehr engagiert. Vielleicht hätte ich den Vorstandswechsel sogar früher ansprechen sollen“, sagt der Träger des Bundesverdienstkreuzes zufrieden.

von Yanik Schick

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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