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Morgen schlägt Großseelheims große Stunde

Europäischer Dorferneuerungswettbewerb Morgen schlägt Großseelheims große Stunde

Morgen ab 13 Uhr ist es soweit: Großseelheim greift nach europäischen Ruhm. Als einziges hessisches Dorf beteiligt es sich am Dorferneuerungswettbewerb.

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Die Arbeitgruppe Dorfwettbewerb begutachtet einen der stolzen Großseelheimer Höfe. Im Hintergrund: Großseelheims Tankstelle, die als die Kleinste in Deutschland gilt.

Quelle: Matthias Mayer

Großseelheim. Und der 2000 Einwohner zählende Kirchhainer Stadtteil ist auf dem Besuch der Wettbewerbskommission glänzend vorbereitet. Das zeigte sich am Samstag während der Generalprobe, als die vielen Fach-Referenten der Arbeitsgruppe nach dem Auftakt im Bürgerhaus ihre Kurzreferate beim Rundgang durch das Dorf in Echtzeit hielten.

 Neuer Inhalt und neues Thema

Diese konnten sich nicht einfach beim „Stehsatz“ aus den Wettbewerbspräsentationen für den Regionalentscheid und den Landesentscheid bedienen, denn der Wettbewerb auf europäischer Ebene hat ein besonderes Thema: „Offen sein“. Und dann ist die Jury nicht zwei, sondern gleich vier Stunden im Dorf.

Und diese Zeitspanne will mit Inhalten gefüllt werden.Der zweite Fakt hatte einen angenehmen Nebeneffekt. Zeitmanagerin Michaela Bauer musste niemanden zur Eile mahnen. Die Stoppuhr war bei der Generalprobe nicht der Feind der Referenten.

Trotz des deutlich erweiterten Rundgangs, der beispielsweise zusätzlich durch die enge Wohnbebauung des Kirchbergs und ins Feld führt, ließ sich der Zeitplan entspannt einhalten, obwohl es sich kein Referent nehmen ließ, seinen Vortrag um das Wettbewerbsthema zu erweitern. Das interpretierten die Großseelheimer mit ihrem eigenen Slogan: „Offen für Neues, offen für Neue.“

Wettbewerbssprache ist Deutsch

Und keine brachte diese Botschaft beim Probelauf so emotional und so überzeugend über die Rampe, wie Evelyn Leukel. Die Großseelheimer bewahrten ihre Liebe zur Heimat ebenso in ihrem Herzen, wie die Offenheit gegenüber neuen Ideen und neuen Mitbürgern, sagte sie.

Die drei Jury-Mitglieder aus den Niederlanden, aus Polen und Luxemburg werden diese und andere Botschaften morgen im Original hören, denn die Wettbewerbssprache ist Deutsch. Die Jury-Mitglieder sind Hans Verheijen, Bürgermeister der niederländischen Stadt Wijchen, Anna Terlecka-Krowicka, Vertreterin der Wojwodschaft Niederschlesien in Polen und Arno Frising vom Luxemburger Ministerium für Landwirtschaft und Weinbau.

Wie Großseelheim unter 24 Dörfern aus 11 Ländern abschneiden wird, entscheidet die Jury bis Ende Juni. Schlecht kann das Ergebnis schwerlich schwerlich ausfallen, denn die vorgebenen Ziele für den Wettbewerb wurden von den Frauen und Männern, die in den vergangenen 20 Jahren das heutige Großseelheim geprägt haben, bereits allesamt umgesetzt.

Zahlreiche Ehrengäste haben sich für Großseelheims großen Auftritt in der Champions League der Dorfwettbewerbe angekündigt. Auch die Großseelheimer sind aufgerufen, ihr Team morgen ab 13 Uhr im Bürgerhaus und auf der Straße zu unterstützen. Zum Landesentscheid 2015 kamen 200 Bürgerinnen und Bürger. „Am Mittwoch sollten es noch ein paar mehr sein“, hofft Dirk Wingender, der bei der Arbeitsgruppe unter anderem für die Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich ist.

von Matthias Mayer

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