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Modellbauer zeigen ihren ganzen Stolz

Modellbahntage Modellbauer zeigen ihren ganzen Stolz

Einmal alle Module zusammenbauen und Eisenbahnen darüberrattern lassen - aus diesem Traum der Modellbahnfreunde entstand die Idee zu einer großen Ausstellung.

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Heinz-Georg Naumann (links) und Edgar Balzer stehen am nachgebauten DDR-Grenzbahnhof, der eine der Attraktionen der ersten Neustädter Modellbahntage sein soll.

Quelle: Florian Lerchbacher

Neustadt. Es ist eine kleine, eigene Welt, in die die Besucher eines Raumes im Obergeschoss des Neustädter Hauses der Vereine eintauchen. Eine Welt mit Mini-Menschen, Mini-Autos, Mini-Bäumen und -Büschen und, vor allem, verschiedenen Mini-Zügen aus unterschiedlichen Epochen der Bahn. Es ist eine Welt, die 120-mal kleiner ist als die Wirklichkeit, und die sich die TT-Modellbahnfreunde Hessen geschaffen haben.

19 Mitglieder im Alter von 12 bis 65 Jahren - 4 davon aus Neustadt - gehören dem kleinen Verein an, der nach Gastspielen in den Bahnhöfen Treysa und Neustadt inzwischen zentral in der Kernstadt einen dauerhaften Unterschlupf gefunden hat.

Die Modellbahnfreunde haben sich der Spurweite TT („Table-top“ ist englisch für Tischplatte) gewidmet. „Die gab es bei uns bis in die 1970er-Jahre. Danach musste man Mittel und Wege finden, denn die Module waren dann nur noch in der DDR erhältlich“, erinnert sich Heinz-Georg Naumann.

Für einen leidenschaftlichen Modellbauer sei dies aber kein Hindernis. Inzwischen ist die Zeit der „Beschaffungsproblematik“ jedoch vorbei: „Es gibt sie wieder reichlich auf dem Markt und vor allem ist die Digitaltechnik spurübergreifend“, freut sich Naumann.

Mini-Welt mit rund 100 Metern Schienen

Entsprechend befinden sich im Bestand der über ganz Hessen verstreuten Mitglieder des Vereins zahlreiche unterschiedliche Züge, jede Menge an „Drumherum“ und natürlich viele Meter an Schienen. Wobei anzumerken ist, dass Modellbauer von „Modulen“ sprechen, die sie in verschiedenen Kombinationen zu unterschiedlichen Anlagen zusammensetzen können.

Legen die TT-Modellbahnfreunde Hessen ihre ganzen Schätze zusammen, kommt letztendlich eine Mini-Welt mit rund 100 Metern an Schienen zusammen. „Wir wollten einmal unsere Module komplett aufbauen, um darauf zu fahren“, sagt Edgar Balzer und betont: „Dann dachten wir uns: Warum sollten wir nicht die Öffentlichkeit daran teilhaben lassen?“

Dies war die Geburtsstunde der ersten Neustädter Modellbahntage, die am 12. und 13. November im historischen Rathaus stattfinden werden. Bisher hatten sich die Modellbauer immer „nur“ an Veranstaltungen wie dem Nikolausmarkt oder dem Neustadttreffen beteiligt.

Nun also wollen sie mit einer eigenen Aktion ihren ganzen Stolz präsentieren. „Von besonderem Interesse dürfte dabei ein original nachgebauter DDR-Grenzbahnhof sein, der an die Teilung Deutschlands erinnert“, kündigt Balzer an und betont, dass die Vereinsmitglieder rund 30 bis 40 Züge für die Anlage zur Verfügung stellen können. Allerdings werden maximal vier bis sechs auf einmal unterwegs sein.

Passend zur Modellbahnwelt gestalten die Veranstalter gemeinsam mit Ludwig Dippel aus dessen Fotoarchiv eine Bilderausstellung „Entlang der Main-Weser-Bahn“.

Die Ausstellung ist am Samstag, 12. November, von 12 bis 18 Uhr sowie am Sonntag, 13. November, von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

von Florian Lerchbacher

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