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Mitte August kommt der Minister

Bundesstraße 454 Mitte August kommt der Minister

Ab der nächsten Woche laufen auf der B-454-Baustelle in Stadtallendorf die letzten Asphaltierungsarbeiten. Am 31. Juli ist eine letzte Verkehrsumlenkung geplant.

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Stadtallendorf. Was im Mai vor zwei Jahren begann, geht nunmehr dem Ende entgegen: Am 14. August wird die tiefergelegte Bundesstraße 454 samt der umgebauten Kreuzung mit der Wetzlarer Straße und der Lilienthalstraße komplett für den Verkehr freigegeben. Die Freigabe übernimmt Hessens Verkehrsminister Florian Rentsch (FDP). Zwar finanzierte der Bund den Löwenanteil der Baukosten von rund neun Millionen Euro, doch das Land übernahm die Ausführung.

Doch bevor Rentsch voraussichtlich das symbolische Absperrband durchschneiden wird, muss die Baufirma noch einmal einen Spurt einlegen. In dieser Woche sollen unter anderem die Sanierungsarbeiten am ins Rutschen geratenen Lärmschutzwall abgeschlossen werden. In der nächsten Woche rücken dann die Asphaltierungsmaschinen wieder an, zunächst, um der nördlichen der beiden Rampen ihre endgültige Fahrbahndecke zu verpassen. Dies erläuterte gestern Willi Kunze, Regionalbeauftragter von Hessen Mobil, im Gespräch mit dieser Zeitung.

Außerdem steht fest, dass die Firma Herzog an den Samstagen 3. und 10. August weitere Asphaltarbeiten in Richtung Bahnhofstraße ausführt. „Dazu muss die Bundesstraße für den Verkehr in Richtung Neustadt an beiden Tagen gesperrt werden“, kündigt Kunze an. Während der Sperrung wird der Verkehr an der Einmündung Wetzlarer Straße umgeleitet

Ein weiterer wichtiger Termin: Voraussichtlich am 31. Juli wird der Verkehr in beide Fahrtrichtungen komplett auf die dann fertiggestellten beiden Rampen umgelenkt. Dann erhält die tiefergelegte Bundesstraße ihre endgültige Deckschicht.

Auf noch einen Punkt weist Hessen Mobil besonders hin: Am Freitag wird die Baustellenampel in Höhe von Opel Nau wegen der an dieser Stelle nötigen Arbeiten abgebaut. „Wir appellieren an Fußgänger, dann bis zur Bahnhofstraße zu laufen und dort die Fahrbahn zu überqueren“, sagt Kunze.

Bund muss 17 Millionen Euro bereitstellen

Während die Bauarbeiten am zweiten B-454-Abschnitt in die Endphase gehen, arbeitet das Regierungspräsidium (RP) Gießen am Planfeststellungsverfahren für den dritten Ausbauabschnitt. Er wird der aufwändigste und mit 998 Meter mit Abstand längste. Der Abschnitt reicht vom jetzigen Ausbauende bis über die Kreuzung zwischen Bundesstraße, Bahnhofstraße und Hauptstraße hinweg.

Wie gestern bekannt wurde, wird es am 25. Juli einen sogenannten Erörterungstermin geben. Dabei versucht das RP, Einigung über die eingegangenen Einwände zu erzielen. Wie RP-Sprecherin Ina Velte gestern auf Anfrage der OP erläuterte, liegen der Behörde 29 Einwände und Stellungnahmen zu den weiteren Ausbauplänen vor. 7 Einwände gingen von Anliegern an, der überwiegende Teil kam von Verbänden, Institutionen wie zum Beispiel dem Zweckverband Mittelhessische Wasserwerke oder auch von der Stadt Stadtallendorf. „Bei den Einwänden von Privatleuten geht es zum Beispiel um Verbesserungen beim Lärmschutz, die Schaffung von Zebrastreifen oder um ein Tempolimit auf der künftigen Strecke“, sagt Velte.

Vorausgesetzt, es sind nach diesem Einigungsversuch keine Planänderungen notwendig, wird das RP seine Arbeit innerhalb der nächsten zwei Monate abschließen. Dann muss das Verkehrsministerium zu gegebener Zeit über den Planfeststellungsbeschluss entscheiden. Doch selbst wenn dieser vorliegt, könnte gegen ihn noch geklagt werden.

Noch ein anderer Punkt muss entschieden sein, bevor in Stadtallendorf an der B 454 zum dritten Mal die Bagger rollen: Der Bund muss die geschätzten 17 Millionen Euro für diesen Ausbauabschnitt bereitstellen. Doch wann das geschieht, kann das hessische Verkehrsministerium noch nicht absehen. Das Projekt müsse aus den knappen Um- und Ausbaumitteln des Bundes finanziert werden, hieß es dazu gestern aus der Pressestelle des Ministeriums. Dazu müsse das Projekt in den Straßenbauplan des Bundes aufgenommen werden.

von Michael Rinde

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