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Mittagstisch bringt Jung und Alt zusammen

Initiative in Niederklein Mittagstisch bringt Jung und Alt zusammen

Alt und Jung begegneten sich beim ersten Mittagstisch im Pfarrheim Niederklein. Die Initiatoren zeigten sich angesichts der 23 Besucher bei der Premiere mehr als zufrieden.

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Die beiden Helferinnen Gudrun Naunheim (links) und Monika Brand (rechts) und die Initiatoren Daniele Goldbach und Georg Gnau servierten die Kartoffelsuppe.

Quelle: Karin Waldhüter

Niederklein. Die Zwillinge Johanna und Elisabeth sind fünf Jahre alt und gerade von Mama Alexandra Baader aus dem Kindergarten abgeholt worden. Zufrieden sitzen sie am Tisch und löffeln ihre Kartoffelsuppe. Keinen Meter weiter lässt sich Ilse Fokken, 89 Jahre alt, das Essen schmecken und unterhält sich dabei angeregt mit ihren Tischnachbarn. Was aussieht wie eine große Familienfeier ist der erste Mittagstisch, der eine überaus gelungene Premiere feierte und der von Ortsvorsteher Hartmuth Koch, Daniele Goldbach und Georg Gnau initiiert wurde.

Abgekoppelt von Vereinen wollen die drei Initiatoren alle Niederkleiner, vom Enkelkind bis zum Senioren, ansprechen. Vorbild ist die Bürgerhilfe Amöneburg, denn die Idee entstand nach einem Vortrag über das Schwesternhaus in Mardorf. „Innerhalb von anderthalb Monaten haben wir den Mittagstisch besprochen und beworben und haben Flyer und Plakate aufgehängt“, so Georg Gnau, der sich ebenso wie Daniele Goldbach sehr zufrieden über die große Zahl der Anmeldungen freute.

Alle Altersstufen bei der Premiere vertreten

„Wir hätten es auch gemacht, wenn nur zwei Personen gekommen wären“, erklärt Gnau. „Es ist schön, dass alle Altersstufen vertreten sind“, freut sich Goldbach. Kein Problem hatten die Initiatoren damit, Helfer für den Mittagstisch zu finden. „Wir haben uns gefreut über neun Helfer, die spontan Unterstützung zugesagt haben“, berichtet Gnau. Bei der Premiere sind Gudrun Naunheim und Monika Brand als Helferinnen eingeteilt. Sie haben beim Tisch decken mitgeholfen, den Raum geschmückt und für Gemütlichkeit gesorgt.

„Der Mittagstisch ist eine Bereicherung für Niederklein“, sagt Gnau. „Nicht reden, sondern machen und dann klappt das auch“, sagt er und zeigt sich zuversichtlich, dass es so weitergeht und sich vielleicht noch ein Verein aus der Situation heraus entwickelt. Berufsbedingt konnte Hartmuth Koch beim ersten Mittagstisch nicht dabei sein. Die Gaststätte Hofmann aus Erfurtshausen hat mit ihrem hauseigenen Catering die Essenslieferung übernommen. Der Preis für eine Mahlzeit liegt bei fünf Euro, hinzu kommen die Kosten für Getränke.

"In Gesellschaft schmeckt es doch umso besser"

Bevor die Kartoffelsuppe mit Würstchen und der Wackelpudding mit Vanillesoße aufgetischt wurden, gab es zur Premiere aber erst einmal für jeden ein Glas Sekt und gemeinsam wurde angestoßen. „Ich bin der Meinung, dass Kinder vom Anfang an im Dorf integriert sein müssen und das geht gut auf diese Art und stärkt die Zusammengehörigkeit“, erzählt Alexandra Baader. Gerade die offene herzliche Art von Georg Gnau komme gut an, betont sie.

„Es ist schön ins Gespräch zu kommen und in Gesellschaft schmeckt es doch umso besser“, erklärt Tischnachbarin Cornelia Koch. In Gesellschaft Mittag zu Essen ist auch für Ilse Fokken der Grund ihres Kommens. „Ich bin sonst immer allein am Tisch“, erzählt die Seniorin, die gerne in der nächsten Woche wiederkommen möchte. Der Speiseplan für die nächsten zwei Monate steht bereits. Morgen gibt es Fleischkäse mit Spiegelei und Salat und danach Jägerschnitzel mit Kroketten und Salat. Der Mittagstisch findet immer dienstags ab 12 Uhr im Pfarrheim statt.

Eine Anmeldung bei Ortsvorsteher Hartmuth Koch ist jeweils bis Sonntagmittag möglich.

von Karin Waldhüter

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