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Mitgliederzahlen stimmen zuversichtlich

517 Kirchhainer engagieren sich für die Feuerwehr Mitgliederzahlen stimmen zuversichtlich

Die Kirchhainer Feuerwehren rückten im vergangenen Jahr 91 mal zu Einsätzen aus. Diese Zahl nannte Stadtbrandinspektor Reinhold Bonacker während der gemeinsamen Jahreshauptversammlung der Wehren.

Großseelheim. Schwungvoll mit zwei Märschen, gespielt vom Blasorchester der Kirchhainer Feuerwehr, begann die Versammlung im Großseelheimer Bürgerhaus. Der Stadtbrandinspektor ging in seinem Bericht auf die Einsätze des vergangenen Jahres ein. Bei den 91 Einsätzen handelte es sich um 30 Brandeinsätze, 42 Hilfeleistungen und leider auch 13 Fehlalarme. Die Hilfeleistungen reichten vom Beseitigen von Ölspuren, Wasser im Keller bis hin zu Türöffnungen.

Unwettereinsätze habe es im vergangenen Jahr nicht gegeben, aber der „schwere Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person“ habe die Wehren wiederholt gefordert. Bonacker erklärte, dass es bei diesen Einsätzen häufiger Probleme für die Retter gebe, da die Autoindustrie verstärkt hochfeste Stahllegierungen verwende, um die Fahrzeuginsassen zu schützen. allerdings führe das zu stärkeren Verformungen.

Einen freudigen und einen besorgten Blick warf der Stadtbrandinspektor auf die Mitgliederstatistik. Die Gesamtzahlen bewegten sich auf hohem Niveau. Den 13 Einsatzabteilungen gehörten 366 Aktive an, darunter 33 Frauen. Allerdings wiesen drei Stadtteil-Wehren nicht die erforderliche Mindeststärke von 18 Einsatzkräften auf.

Als erfreulich bezeichnete Bonacker die Entwicklung der Kindergruppen. In Betziesdorf und Niederwald werden 16 Jungen und 14 Mädchen im Alter zwischen 6 und 10 Jahren betreut. Die Alters- und Ehrenabteilung habe 90 Mitglieder und im Blasorchester seien derzeit 21 Musikerinnen und Musiker aktiv, erklärte der Stadtbrandinspektor, der zudem auf die Ausbildung und den Dienstbetrieb einging und über Geräte- und Fahrzeugbeschaffung sowie über den Stand der Feuerwehrgerätehäuser informierte.

Stadtjugendfeuerwehrwart Johannes Sprenger ging detailliert auf die vielen Aktivitäten der 151 Mitglieder der 13 Kirchhainer Jugendfeuerwehren ein. Mit den 101 Jungen und 50 Mädchen stellen die Kirchhainer Jugendfeuerwehren zwar 9,5 Prozent des kreisweiten Feuerwehr-Nachwuchses. Vereinzelt gebe es aber auch Nachwuchsprobleme. So zeichne sich ab, dass die Jugendfeuerwehr in Himmelsberg den Betrieb wohl einstellen werde. „Auf Euch kommt es an, ohne Euch kann keine Feuerwehr bestehen“, richtete Sprenger das Wort an den Kirchhainer Feuerwehr-Nachwuchs.

Bürgermeister Jochen Kirchner würdigte das uneigennützige Engagement der Männer und Frauen zum Wohle der Allgemeinheit und die Arbeit der Jugendfeuerwehren. Er sagte den Wehren zu, dass trotz der Inanspruchnahme des kommunalen Schutzschirms mit ihren Ausgabenbeschränkungen die Ausrüstung und Ausstattung der Feuerwehr für die städtischen Gremien als Pflichtaufgabe weiter im Vordergrund stehe.

Kreisbrandmeister Thorsten Thierbach hob hervor, dass die Kirchhainer Wehren acht Prozent der Einsatzkräfte im Landkreis Marburg-Biedenkopf stellten. Außerdem seien viele Kirchhainer kreisweit als Ausbilder oder in der Einsatzleitung tätig.

von Klaus Böttcher

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