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Mitglieder stehen für ihren Verein ein

SV Großseelheim Mitglieder stehen für ihren Verein ein

Eng umschlungen stimmten die Spieler des SV Großseelheim das Vereinslied an, Wunderkerzen blitzten auf. Beim Kommers des SV Großseelheim war das "Wir-Gefühl" im Verein greifbar. Der SV Großseelheim feierte 100-Jähriges.

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Vorsitzender Ludwig Klingelhöfer (links) ehrte mit Werner Löber (rechts) langjährige Mitglieder des Vereins. Fotos: Waldhüter

Großseelheim. Schöner kann ein Kommersabend zum 100. Jubiläum kaum zu Ende gehen: Die Spieler des SV Großseelheim symbolisierten mit ihrem gemeinsam gesungenen Vereinslied auf der Bühne Leidenschaft für ihren Verein, Zusammenhalt, Kraft und Stärke. Und genau diese Tugenden sind es, die das Vereinsleben all die Jahre prägten, wie viele Reden an diesem Abend zeigten.

Freilich standen vorher eine Reihe von Grußworten auf der langen Rednerliste. Viel politische Prominenz und zahlreiche Fußballfunktionäre waren in den mit Vereinsfarben geschmückten Saal gekommen. Hervorragende Auftritte der Chorgemeinschaft, des evangelischen Posaunenchors und die schwungvollen Darbietungen der Marburg Mascots boten Abwechslung zwischen den Redebeiträgen. Der Vorsitzende Ludwig Klingelhöfer trat als erster an das Mikrofon. „100 Jahre Sportverein - 100 Jahre ehrenamtliches Engagement, fest zusammen wollen wir stehen, dann wird es auch im nächsten Jahr weiter gehen“, begann Klingelhöfer seine Rede und zitiert dabei die ausdrucksstarken letzten Zeilen des Vereinsliedes. Weit über die Grenzen hinaus seien die Mitglieder der SV Großseelheim als faire Sportsleute und gute Fußballer bekannt, betonte Klingelhöfer und ließ noch einmal die Geschichte des Vereins Revue passieren (die OP berichtete). Aktuell zähle der Verein 500 Mitglieder in den Abteilungen Fußball, Basketball, Gymnastik und Kinderturnen. Im Bereich Jugendfußball bilde der Verein mit Nachbargemeinden seit 2011 den Jugendförder­verein Ohmtal. „Dass Kinder und Jugendliche im Verein lernen, in der Gemeinschaft zu leben und stark zu werden, das ist die wichtigste soziale Aufgabe unseres Vereins“, betonte Klingelhöfer und verwies auf weitere Veranstaltungen im Jubiläumsjahr. Neben attraktiven Sportveranstaltungen auf dem Sportgelände „Am Rotenberg“ steht das Zeltfest vom 28. bis 30 Juni mit einem fahrenden Festzug im Mittelpunkt. Humorvoll führte an diesem Abend Thomas Schmack durch den dreistündigen Kommersabend. „Stillstand bedeutet Rückschritt, diese alte Weisheit haben die Aktiven schon in den Mittelpunkt ihres Beitrags zur Dorfchronik 2004 gestellt“, erinnerte Ortsvorsteher, Schirmherr und ehemaliger Spieler Helmut Hofmann. Dieses Motto habe sich der Verein zu Herzen genommen, denn Stillstand sei dort nicht zu bemerken, betonte er. Eigenwerbung zu betreiben, wie es ein solches Jubiläum möglich mache, sei in der heutigen Zeit wichtiger denn je, erklärte anschließend der stellvertretende Vorsitzende des Sportkreises Marburg-Biedenkopf, Paul Heinz Petri. Er überreichte einen Ausbil­dungsgutschein und Urkunden.

Die silberne Ehrenplakette des Landes Hessen hatte der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern mitgebracht. Der Verein vermittele Werte, welche die Gesellschaft dringend brauche, betonte McGovern. „Der SV Großseelheim ist ein Aushängeschild der Stadt“, erklärte Stadtverordnetenvorsteher Willibald Preis und würdigte Jugendarbeit und Eigenleistungen. In die lange Liste der Gratulanten reihten sich Pfarrerin Evelyn Koch, Vertreter der Ortsvereine, Ralf Luthe vom RSV Kleinseelheim und Lokalpolitiker ein.

Peter Schmidt, Kreisfußballwart des Fußballkreises Marburg, überreichte die Ehrenplakette des Deutschen Fußballbundes und zeichnete im Namen des Hessischen Fußballverbandes gemeinsam mit Heinz Schmidt, Fußballwart des Kreises Biedenkopf, Uwe Klingelhöfer, Ludwig Klingelhöfer und Werner Löber mit der Ehrennadel in Bronze aus. Hermann Holz wurde die große Verbandsehrennadel verliehen. Für langjährige Verdienste wurden mit dem Ehrenbrief Wolfgang Gerber, Gerald Kreider, Walter Schott, Geburtstagskind Frank Kammer, Reiner Schönecker und Stefan Holz ausgezeichnet.

Für langjährige Mitgliedschaft ehrte Vorsitzender Ludwig Klingelhöfer gemeinsam mit dem zweiten Vorsitzenden Werner Löber:

für 25 Jahre Mitgliedschaft: Gerhard Dingel, Felix Droß, Raimund Hermann, Annette Janoth, Axel Kann, Ulrich Klingelhöfer, Udo Lagler, Gerda Nau, Thorsten Stei, Heike Stein, Friedhelm Stein, Elisabeth Vogl, Dirk Weber;

für 40 Jahre Mitgliedschaft: Konrad Block, Martin Buchholz, Hans-Peter Gerber, Wolfgang Gerber, Gerhard Hofmann, Heinrich Klingelhöfer, Helmut Klingelhöfer, Karl-Heinz Langhammer, Reiner Losekant, Reinhold Ludwig, Hans-Jürgen Müller, Werner Pabst, Gerhard Schröder, Hans-Georg Schröder, Hans Heinrich Schröder, Heinrich Tobelander, Wilfried Vollmer, Dieter Werkmüller;

für 50 Jahre: Konrad Klingelhöfer, Karl-Heinz Lauer, Konrad Lesch, Hans Bodenbender, Konrad Nau, Hans-Georg Nau, Fritz Reinhardt, Hans Schröder, Hermann Stein, Hans Vollmer, Al­fred Watzlawek, Hans Zinkan;

für 60 Jahre: Kaspar Block, Philipp Schröder;

für 65 Jahre: Johannes Bier, Adam Fus, Konrad Herbener, Jakob Kraft, Heinrich Löber, Johannes Ludwig, Konrad Ludwig, Hermann Schröder, Heinrich Schröder, Bernhard Stei, Heinrich Stöcker.

von Karin Waldhüter

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