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Miteinander lernen, miteinander laufen

Spendenlauf Miteinander lernen, miteinander laufen

Ungeduldig warteten 85 Kinder der Grundschule Mengsberg-Momberg auf das Startsignal ihrer Schulleiterin Regina Kirchner: "Auf die Plätze, fertig, looos".

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Angefeuert von der ganzen Schulgemeinde machten sich die Läufer auf den Weg. Foto: Sophie Kaufmann

Momberg. Jedes Jahr veranstaltet die Grundschule für die Klassen eins bis vier eine Projektwoche, die diesmal mit einem Ausflug zur Herzburg startete. Zum Thema „Leben im Mittelalter“ lernten die Schulkinder Waffen, Ausrüstung, Essen und vieles mehr aus diesem Zeitalter kennen.

Während der darauffolgenden Tage erlebten sie in unterschiedlichen Stationen das Mittelalter. Sie probierten sich in Handwerk und Tänzen, bastelten Schmuck und bauten Schilder. „Wichtig dabei war uns, dass wir die Jahrgänge gemischt haben und die Kinder sich gegenseitig unterstützten“, beschreibt Kirchner das große Ziel „Miteinander“ der Woche.

All die erarbeiteten Werke wurden bei einem Schulfest Eltern, Großeltern, Lehrern und Freunden vorgestellt. Oftmals sind diese auch gleichzeitig die Sponsoren des zum Abschluss stattfindenden Sponsorenlaufes.

Pünktlich zum Startschuss stehen alle Kinder bereit. Gespannt warten sie auf die Worte von ihrer Schulleiterin, sodass es losgehen kann. Endlich rennen Grundschüler, Schulanfänger und auch kleinere und größere Geschwister los und geben alles auf dem etwa 400 Meter langen Rundkurs durch Momberg.

Die Gäste des Festes hält es nicht länger bei Kaffee und Kuchen, sie stehen alle am Zaun und feuern ihre Kinder und deren Freunde an. „Los, auf geht’s, eine Runde schaffst du noch!“, hört man aus den Reihen der Zuschauer.

Die Eltern stehen an der Ziellinie und verteilen Gummibändchen, die als Rundenzähler fungieren.

Die Arme werden immer voller mit Gummiringen, die Köpfe nehmen von der Anstrengung rote Farbe an, und die Beine werden von Runde zu Runde schwerer. Irgendwann müssen Eltern ihre Kinder aus dem Rennen nehmen, doch diese wollen noch weiter laufen. „Die Kinder hören in ihrem Eifer oft nicht von allein auf“, spricht Kirchner aus Erfahrung. 19 Runden sind die Bestmarke.

Die Kinder erlaufen 1442,40 Euro. Der Erlös wird zur Hälfte der hessischen Hilfsaktion für die Erbebenopfer in Nepal zufließen. Die andere Hälfte kommt der eigenen Schule zugute.

Zum Abschluss hat dieses Fest noch eine traurige Facette. Es gilt, feierlich Abschied vom Momberger Schulhaus zu nehmen, denn die Grundschule wird künftig allein am Standort Mengsberg weitergeführt.

Von Sophie Kaufmann

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