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Mit fünf Trompeten und sechs Posaunen ging es los

Jubiläum Mit fünf Trompeten und sechs Posaunen ging es los

Der Posaunenchor Ernsthausen besteht seit 50 Jahren. Grund genug, das kommende Wochenende mit verschiedenen Veranstaltungen zu gestalten.

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Der Posaunenchor Ernsthausen feiert Jubiläum.Privatfoto

Ernsthausen. Auf Anregung des damaligen Landesposaunenwartes Wiegand gründeten die Ernsthäuser im Frühjahr 1963 einen Posaunenchor. Die Leitung des Chores und die Ausbildung der Bläser übernahm der ortsansässige Lehrer Ulrich Schammert. Aus Spenden der politischen- und Kirchengemeinde finanzierten die Musiker das Notenmaterial und de notwendigen Instrumente: fünf Trompeten und sechs Posaunen. Und schon im Sommer nahm der Chor die praktische Arbeit auf.

Die 12 bis 14 Jahre alten Mitglieder nahmen ihr neues Hobby ernst, probten fleißig und konnten so bereits im selben Jahr am Volkstrauertag erstmals auftreten. Angespornt durch die gelungene Premiere, folgte danach bei Gottesdiensten, Gemeindefesten und Geburtstagen ein Auftritt auf den anderen. Im Jahre 1964 nahm der Chor am Landesposaunenfest in Hanau teil und 1965 als selbstständige Bläsergruppe am Kölner Kirchentag.

Als der Chorleiter 1965 zum Kreisobmann des Posaunenwerkes gewählt wurde, erweiterte sich zugleich auch der Aufgabenbereich des Chores. Bei Kreistreffen oder sonstigen Veranstaltungen übernahm der Chor viele Aufgaben innerhalb und außerhalb der Landeskirche. Er hatte im musikalischen Bereich eine Art Vorreiterrolle als es galt, alte und neue Bläsermusiken - neben dem Choralblasen - zum Bestandteil der Chorliteratur in Chören des Kirchenkreises zu machen. Darüber hinaus hat sich der Chor der Volksliederweisen angenommen.

Konzert in Elisabethkirche gehört zum Jahresprogramm

Über ein Jahrzehnt hinaus blieb der Chor in seiner ursprünglichen Besetzung zusammen, bis einige Mitglieder aus beruflichen oder familiären Gründen ausschieden. Doch es fand sich Ersatz: auch aus Josberg stießen Musiker dazu. Die Dominanz der Posaunen wurde derweil etwas eingeschränkt, da ein Bariton und ein Tiefbass zur Gruppe stießen. In den kommenden Jahren widmeten sich die Ernsthäuser neben der üblichen Chorliteratur besonders der Volksmusik und gaben zusammen mit dem befreundeten Chor aus Niederwald etliche Konzerte.

Nach fast drei Jahrzehnten als Chorleiter übergab Schammert das Zepter an Gründungsmitglied Heinrich Gerber, der mit großer Freude die Marschmusik und einen Schlagzeuger in den Posaunenchor brachte.

1996 reihte sich in die Reihe der Leiter Henning Welk aus Niederwald ein. Das Repertoire des Posaunenchores steigerte sich stetig und der Chor gestaltete sogar eigene Kirchenkonzerte.

Seit dem Jahre 2005 steht Philipp Gatzke an der Spitze des Posaunenchores. Jährliche Konzerte, zum Beispiel in der Elisabethkirche in Marburg gemeinsam mit dem befreundeten Halsdorfer Posaunenchor und dem Posaunenchor der Elisabethkirche Marburg, gehören mittlerweile fest ins Jahresprogramm.

Der Posaunenchor Ernsthausen hat 44 Mitglieder, von denen gut die Hälfte aktiv sind. Am Wochenende feiern sie Jubiläum: Am Samstag findet ab 17 Uhr eine bunte Geburtstagsfeier mit Festakt, Posaunenklängen und Tanz statt. Am Sonntag steht ab 10.30 Uhr ein Festgottesdienst im Freien mit Musikbeiträgen befreundeter Chöre und anschließender Schnupperprobe samt Familiennachmittag auf dem Programm. Die Veranstaltungen finden in und am Storchennest statt.

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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