Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -1 ° Schneeregen

Navigation:
Mit einem Höhepunkt ins Kirchenjahr

Konzert Mit einem Höhepunkt ins Kirchenjahr

Der Kirchhainer Familienchor und Camerata Marburg glänzten beim gemeinsamen Auftritt in der Martin-Luther-Kirche mit Werken von Bach, Franz Tunder und Ottorino Respighi.

Voriger Artikel
Straßenbau-Erde füllt alte Abbaufläche
Nächster Artikel
Schlagerstar Gina bleibt Landkreis treu

Unter der Leitung von Kantor Peter Groß musizierten der Familienchor und Camerata Marburg.

Quelle: Silke Leich

Kirchhain. Ein vierstimmiges „Amen“ erschallte in der Kirchhainer Martin-Luther-Kirche. Es beendete das „Magnificat ­C-Dur“ für Chor, Sopran und Orchester des Tschechen Jan Dismas Zelenka, einem katholischen Zeitgenossen von Johann Sebastian Bach.

Es war ein Höhepunkt der Martin-Luther-Kirchen-Adventsmusik. Mit ihrem Tradi­tionskonzert eröffnet der Kirchhainer Familienchor, unter der Leitung von Bezirkskantor Peter Groß, das neue Kirchenjahr in seiner Kirche, gemeinsam mit dem Orchester „Camerata Marburg“ unter Matthias Friederich, dem 1. Oboisten an der Heidelberger Philharmonie. Als Solisten glänzten wieder die Koloraturen-Künstlerin Marion Clausen (Sopran) und Hartmut Raatz (Bass). Die Gesamtleitung hatte wie stets Kantor Groß.

Als erstes präsentierte die Kirchhainer Kantorei mit den Solisten und der Camerata Marburg „Wie soll ich dich empfangen“ von Dietrich Buxtehude nach einem Paul-Gerhardt-Adventslied, am Cembalo begleitet von Johann Lieberknecht, seit 2006 Organist an der Marburger Elisabethkirche. Zudem stellten die Sänger und Spieler „Hosianna dem Sohne David“ für Solisten, Chor und Orchester vor, komponiert von Franz Tunder: fünfstimmig, hochherrschaftlich, extrovertiert. „Schneeflöckchen, Weißröckchen“ sangen Matthias Friederich (Oboe) und Andrea Rüppel (Querflöte) gut gelaunt und kunstreich. Eröffnet hatte das Kammerorchester die Traditionsmusik mit der „Pastorale“ aus dem „Concerto VIII“ des Italieners Arcangelo Corelli, einem Zeitgenossen Dietrich Buxtehudes: friedliche Akkorde. Das Cembalo spielte der Kantor. Abermals stimmte die Camerata etwas von Ottorino Respighi an, einem von Richard Strauss beeinflussten Komponisten: „Antiche Dance ed Arie III: Italiana“: sanfte Violen- und Violinklänge, gezupfte Basstöne, barocke Echos, sehnsuchtsvoll, volksliedhaft, modern.

Geistlich hatte der Dekan i.R. Rudolf Jockel aus Rauschenberg die Gottesdienstmatinee begleitet. Abschließend sangen der Chor, die Solisten und die Gemeinde zum Spiel der Camerata Georg Weissels „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“ nach einem Satz von Peter Groß.

Als der Beifall der 230 Kirchenmusikfreunde verklungen war, warb der Kantor fürs Mitsingen im Familienchor. Das Konzert war eine Werbung dafür.

von Silke Leich

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr