Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 4 ° Gewitter

Navigation:
Mit dem Männerchor an die Copacabana

Neujahrskonzert Mit dem Männerchor an die Copacabana

Zwei Chöre gestalteten mit einem facettenreichen Programm das traditionelle Neustädter Neujahrskonzert in der evangelischen Kirche.

Voriger Artikel
Rhiel und Josten dominieren
Nächster Artikel
Die Jugend prägt den Jahresempfang

Der gemischte Chor Momberg begeisterte unter anderem mit dem Lied „Gänschen im Haferstroh“.Fotos: Klaus Böttcher

Neustadt. Es ist gute Tradition, dass die Stadt zum Beginn des Jahres ein Neujahrskonzert gestaltet, bei dem lokale, aber auch regionale Chöre oder Musikgruppen auftreten. Wie beliebt die Konzerte mit anschließendem gemütlichen Beisammensein sind, verdeutlichte einmal mehr die voll besetzte Kirche. „Bei dem unwirklichen Wetter hatten wir schon die Befürchtung, dass keiner kommen würde, weil es glatt ist“, sagte die evangelische Pfarrerin Kerstin Kandziora während der Begrüßung. Umso mehr freue es sie, dass die Liebe zur Musik gesiegt habe.

Den Auftakt des gesanglichen Reigens machte der Männerchor Concordia Momberg mit „Ännchen von Tharau“ - sang aber nicht alle 17 Strophen. Mit weiteren flotten, vom Text her humorvollen Liedern, bei denen es um die Liebe ging, beeindruckten die Männer ihr Publikum und sorgten am Ende ihres Auftrittes mit dem Titel „An der Copacabana“ endgültig für Begeisterung.

Knut Petersen dirigiert sowohl den Männerchor als auch den gemischten Chor des Momberger Vereins. Entsprechend blieben die Männer stehen und die Frauen kamen dazu. Gemeinsam bildeten sie einen beeindruckenden Klangkörper. Sie begannen mit dem Lied aus dem vergangenen Jahrhundert „Gänschen im Haferstroh“ und zeigten dann mit einer wechselvollen Liedauswahl ihr ganzes Können. Dabei gab der Dirigent zu jedem Lied Erklärungen ab. Englische Titel übersetzte er teilweise ins Deutsche.

So sangen die Momberger beispielsweise wie einst Udo Jürgens „Ihr von Morgen“ oder den Titel „Tage wie diese“. Auf den Spuren der Bläck Fööss wandelten sie mit deren Lied „Bye Bye my Love“ und begeisterten am Ende mit dem flotten Gospel „I’m Gonna Sing“.

Zwischen den Chorauftritten spielte Karsten Knorre aus Fronhausen auf der Orgel und begleitete später den Singkreis aus Fronhausen am Klavier. Der Frauenchor wurde dirigiert von Daniel Kaiser. Ein junger, dynamischer Dirigent, der humorvoll und mitreißend den Taktstock schwang. Das übertrug sich auf die Frauen, die durch herrlichen Gesang überzeugten. Auch sie trugen eine breit gefächerte Liedauswahl vor. Das reichte von „Whisper! Whisper!“, eigentlich ein Weihnachtslied, über „Halleluja“ bis hin zu dem bekannten Abba-Song „Thank You For The Music“. Kaiser gab ebenso wie Petersen zu den Liedbeiträgen Erklärungen oder Übersetzungen ab.

Bürgermeister Thomas Groll stellte am Ende heraus, dass das Rezept für die erfolgreichen Neujahrskonzerte sei, auf lokale oder regionale Gruppierungen zu setzen. Mit dem Männerchor und dem gemischten Chor Momberg hätten die Stadt und die evangelische Kirchengemeinde einen der ältesten Vereine Neustadts eingeladen. Die Momberger feiern in diesem Jahr mit einem großen Programm das 150-jährige Bestehen des Gesangvereins (ausführlicher Bericht folgt).

Nicht ganz so alt ist der Singkreis 91 Fronhausen, der nach Neustadt gekommen war. Die Zahl im Namen des Frauenchors zeigt, dass auch diese Gruppe jüngst ein Jubiläum feierte: Im vergangenen Jahr war der Singkreis 25 Jahre alt geworden.

von Klaus Böttcher

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr