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Mit Worten gespielt, "Alldomare" kreiert

Hallenbad-Name Mit Worten gespielt, "Alldomare" kreiert

Wenn Stadtallendorfs Hallenbad voraussichtlich im Laufe des Dezembers wiedereröffnet, ist fast alles neu. Dann hat das Bad auch erstmals einen Namen und ein Logo.

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Am Freitag enthüllten der Erste Stadtrat Otmar Bonacker (von links), Architekt Andreas Schmidt, Stadtverordnetenvorsteherin Ilona Schaub und Bürgermeister Christian Somogyi einen der am Bauzaun hängenden Banner mit Name und Logo. Foto: Michael Rinde

Stadtallendorf. Bäder brauchen Namen: In Gladenbach heißt es „Nautilus“, in Marburg „Aquamar“, in Kirchhain „Phoenix“ und in Stadtallendorf nun „Alldomare - Sport- und Freizeitbad“.

Bei der „Bauzaun-Party“ sind am Freitag vor eingeladenen Gästen einige Geheimnis gelüftet worden. Hinzu kommt ein maritimes Logo, eine sich brechende, spritzige Welle. Der Name ist ein Wortspiel. „Alldo“ ist bei „Allendorf“ ausgeliehen. „Mare“ steht in Originalübersetzung eigentlich für „Meer“. Beim Badnamen symbolisiert es die Wasserwelt.

Eine Marburger Werbeagentur unterstützte Stadt und Stadtwerke seit über einem Jahr bei Fragen des Marketings und maßgeblich auch bei Namenswahl und Logo. Und weil die Kinder eine besondere Rolle in dem Familienbad spielen sollen, bekommt ihr Bereich auch einen eigenen Namen und ein Symbol: „Walldo“ heißt es jetzt. Ein fröhlich dreinblickender Wal steht stellvertretend für Kinderbecken und Kinderangebote im Bad. Zu einem ersten Namenswettbewerb hatten die Stadtwerke schon beim Ablassen des Wassers aufgerufen. Das war im Juni 2014. Wie Giselher Pontow, Betriebsleiter der Stadtwerke erläuterte, gab es im Laufe der Zeit 247 Vorschläge. „Darunter waren Namen wie Stadtbad oder Citybad“, nannte Pontow einige Beispiele zu Beginn der „Baustellen-Party“. Am Ende unterbreitete die Marburger Werbeagentur mit dem passenden Namen „Goldfisch-Art“ einer Arbeitsgruppe, an der auch Vertreter der Fraktionen beteiligt waren, sieben Namensvorschläge. Wie am Freitag anklang, war der Name „Alldo­mare“ dabei eine Abwandlung eines Vorschlages. Welche anderen Namen im Rennen waren, ist nicht bekannt.

Fröhlicher Wal bringt Kinder zum Lachen

Es wurde abgestimmt, das Ergebnis steht fest. Neben Vertretern der Politik kamen auch Mitglieder von Schwimmsport-Vereinen an den Bauzaun und in das Bad.

Bei vorbeikommenden Kindern kamen zumindest „Walldo“ und der Wal gut an, wie am Zaun zu beobachten war. Bürgermeister Christian Somogyi räumte ein, dass er durchaus unterschiedliche Reaktionen auf den Badnamen bekommen hat. Doch einer Diskussion wollen sich er und die Stadtwerke gerne stellen, wenn es denn eine gibt. Für Somogyi ist die Präsentation von Name und Logo „ein Meilenstein auf dem Wege der Vermarktung des Bades“.

Auf die Frage der OP, ob die Stadt mal darüber nachgedacht hat, die Straße „Am Hallenbad“ vielleicht umzubenennen, in „Am Alldomare“, winkte Somogyi am Freitag schmunzelnd ab. So weit geht es dann mit dem Marketing und der Identifikation doch nicht.

Es gab zugleich einen kleinen Überblick über den Stand der Innenarbeiten. Den gab Architekt Andreas Schmidt vom Büro „bremer+bremer“, das die Sanierung leitet. Das Kinderbecken ist zurzeit noch bis zum Rand mit Wasser gefüllt. Dort steht schon fest, dass es dicht ist und die Fliesenleger an die Arbeit gehen können. Beim Schwimmerbecken läuft diese zentrale Prüfung gerade. Die Überlaufrinnen der Becken sind bereits gefliest. Im Keller ist besonders viel passiert in den vergangenen Monaten. Etwa 70 Prozent der komplexen Badtechnik sind eingebaut. An der Decke in der Schwimmhalle hängen inzwischen die Lüftungsrohre. Wie die OP berichtete, soll im Oktober, spätestens aber Anfang November, die Inbetriebnahme samt Probebetrieb beginnen. Wenn alles glatt läuft, dann könnte das Bad im Laufe des Dezembers noch eröffnet werden.

von Michael Rinde

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