Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -1 ° Schneeregen

Navigation:
Mit Muskelkraft zum Bioenergiedorf

Kirmes in Momberg Mit Muskelkraft zum Bioenergiedorf

Traditionell greifen die Momberger während des Kirmes-Umzuges das Zeitgeschehen auf. Das Hauptaugenmerk lag einmal mehr auf den Geschehnissen im Ort und bei den Nachbarn.

Voriger Artikel
Nahwärme gibt‘s erst ab November
Nächster Artikel
Italiener reisen eigens zum Fest an

Die Mitglieder des Gesangvereins Momberg trugen Kleidung aus verschiedenen europäischen Ländern.

Quelle: Florian Lerchbacher

Momberg. 15 Gruppen folgten Artur Groß, Mombergs Aushänge-„Ranzemann“, während des Festumzuges durch das Dorf. „Wir brauchen keine Solarthermie, in unseren Beinen steckt genug Energie“, lautete der Slogan der Fidelia-Radfahrer, die auf drei Heimtrainern in die Pedale traten - und den Mengsberger Nachbarn so zeigten, wie sie ein Biodorf aufbauen würden.

Die Mitglieder des Clubs der Beigefreiten hatten in Anspielung auf die Flüchtlingsbewegungen das Motto „Wir öffnen Grenzen“ gewählt und einen bei dieser Thematik bisher unbeachteten Punkt in den Vordergrund gestellt: „Endlich wieder neue Mitglieder“, frohlockten die Beigefreiten mit Blick auf die Zukunft.

Der Reitverein thematisierte die Baustelle in Richtung Wiera - und hatte passend dazu den Gesangverein Zella im Schlepptau. Die Botschaft: Schwälmer und „Ranze“ kann nicht einmal die Sanierung einer Straße voneinander trennen.

Schützen sagen tropische Temperaturen voraus

Die Schützen bereiten sich derweil auf den Klimawandel vor. Sie blickten voraus auf die Kirmes 2050, sagen tropische Temperaturen voraus und kamen größtenteils in Hawaiihemden daher. Nur die Bogenschützen trugen weiterhin weiß - hatten dafür aber ihre Waffen gewechselt: „Bei diesen Hitze­kapriolen schießen wir mit Spritzpistolen.“

Der Kindergarten und die Feuerwehr thematisierten die Zusammenlegung mit der Ein­richtung in Mengsberg und stellten das Talent heraus, Kinder zu „Ranze“ zu machen. Die Borussen setzten derweil voll auf ihren Bierkönig und das Partymachen. Die Mitglieder des Gesangvereins schwenkten unter dem Motto „Alle Menschen werden Brüder“ verschiedene Fahnen. Als Meeresbewohner kamen die Mitglieder des Frauenvereins daher, denen die Garde folgte.

Mit dabei waren auch noch Pfarrer Andreas Rhiel, der den Wagen mit einer Nachbildung der Momberger Kirche höchstpersönlich steuerte. Für Musik sorgten die Blaskapelle Momberg und die Musikkapelle Großropperhausen. Die brav winkenden Ehrengäste wie Bürgermeister Thomas Groll oder Bundestagsmitglied Sören Bartol rundeten das Bild ab.

von Florian Lerchbacher

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Von Redakteur Florian Lerchbacher

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr