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Mit Mühe und viel Herzblut

Ausstellung Mit Mühe und viel Herzblut

In vielen Haushalten findet sich zum Weihnachtsfest auch eine passende Krippe. Gleich 29 davon waren bei einer Ausstellung im Niederkleiner Pfarrheim zu sehen.

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Ausstellungsbesucher betrachteten in Niederklein eine der kunstvollen Krippen.

Quelle: Yanik Schick

Niederklein. Spätestens, wenn kurz vor Heiligabend auch der Baum geschmückt ist, findet in den meisten Haushalten schließlich die Weihnachtskrippe ihren Platz. Für Gläubige bedeutet der kleine Stall, in dem die Geburt Jesu Christi mit vielen Figuren veranschaulicht ist, aber deutlich mehr als bloße Dekoration.

„Wir sehen den christlichen Hintergrund“, sagte Isabella Preis, die gemeinsam mit dem Niederkleiner Pfarrgemeinderat zum dritten Mal eine Krippenausstellung im Pfarrheim veranstaltete. 29 zum Teil grundverschiedene Modelle waren zu sehen.

Auch Waltraud Koch präsentierte in diesem Rahmen ihr eigenes bunt, gestaltetes Exemplar. Im Geburtsjahr ihres Sohnes 1968 hatte Koch kurz vor Weihnachten eine kleine Krippe gekauft, die auch heute nicht mehr ist als eine etwas wackelige Holzkonstruktion mit Strohdach. Doch rundherum hat sich einiges verändert.

Jahrzehntelange Arbeit, wertvolle Erinnerungen

Es ist eine eindrucksvolle Umgebung mit den Figuren der Heiligen Drei Könige und ihren Kamelen, einigen Engelsskulpturen und einer Lagerfeuerstelle entstanden. „Ich habe im Laufe der Jahre immer etwas dazugemacht“, erklärt Waltraud Koch selbst.

Besonders auffällig sind die Sandsteine, die Koch in einem Niederkleiner Feld gefunden hat, sowie die durchlöcherte Scheibe eines Baumstamms, in der ein Engel sitzt. Darin steckt jahrzehntelange Arbeit. „Die Erinnerungen daran sind schon sehr wertvoll“, betonte sie. Isabella Preis staunte über die Arbeit der Frau aus Niederklein.

„Man muss wirklich anerkennen, wie viel Mühe und Herzblut dort investiert worden ist“, fand die Veranstalterin, „und das Erstaunliche ist: man braucht dazu einfach nur wach durch das Leben gehen. Dann reicht eine Wurzel, ein Stein oder ein Stück Treibholz, um daraus etwas zu machen.“

Eine Ausstellerin hatte beispielsweise Basaltstein mit einer Brechzange zu kleinen Stücken geknipst und daraus ein Häuschen in der Größe eines Schuhkartons gemauert. Einige Exemplare wurden als Leihgaben des Dorfmuseums Oberrosphe gezeigt. Dort findet an den Wochenenden bis zum dritten Advent ebenfalls eine Krippenausstellung statt.

von Yanik Schick

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