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Mit Lungendurchschuss in den 1. Tenor

Sängerkreis ehrt und singt Mit Lungendurchschuss in den 1. Tenor

Die erste Auflage des Konzert- und Ehrungsabends des Sängerkreises Wohratal war ein voller Erfolg. 25 Sängerinnen und Sänger und ein Chorleiter nahmen ihre Ehrungen entgegen.

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Die Jubilare der Sängerkreis-Vereine wurden in Momberg für aktives Singen seit 25, 40, 50, 60 und 70 Jahren geehrt. Privatfoto

Momberg. Zum ersten Mal würdigte der Sängerkreis Wohratal langjährige aktive Sänger während eines Konzert- und Ehrungsabends, der vor 100 Besuchern im Dorfgemeinschaftshaus Momberg ganz im Zeichen der Chormusik stand. Die Vorsitzende des Sängerkreises Wohratal, Monika Friedrich, hatte diese Idee in die 13 Vereine des Sängerkreises getragen.

In einem würdigen Rahmen wurden 25 Sängerinnen und Sänger, die seit 25, 40, 50, 60 und sogar 70 Jahren in einem Chor singen, mit Urkunden und Nadeln des Sängerkreises Wohratal, des Mitteldeutschen Sängerbundes und im Namen des Deutschen Chorverbandes geehrt. Standing Ovations gab es für Heinrich Vestweber aus Halsdorf und Karl Naumann aus Schwabendorf, die seit 70 Jahren in ihrem Verein singen.

„Wenn jemand so viele oder gar 70 Jahre in einem Chor singt, dann hat das was mit Zusammengehörigkeit zu tun, dann identifiziert man sich mit seinem Chor, dann ist man mitten drin im Chorleben“, sagte Monika Friedrich und hob das Motto „Singen macht Freunde, Singen macht Freude. Singen im Chor ist am Schönsten“ hervor.

Ehrungen mitindividueller Note

Friedrich führte für den erkrankten Kreischorleiter Philipp Imhoff durch den Abend. Die Rauschenbergerin erinnerte passend zu den jeweiligen Ehrungsjahren an bedeutende Ereignisse aus dieser Zeit und gab damit den Ehrungen eine individuelle Note. Stellvertretend für alle „25-Jährigen“ stellte Laudator und Vorsitzender des GV Bracht, Werner Metke, sein Vereinsmitglied Thorsten Thamke in den Mittelpunkt. Er beschrieb den Geehrten als „Geheimwaffe“ und hob dessen Tätigkeit im Vorstand des Vereins hervor. Ursula Lotter vom Gesangverein Concordia Momberg fand die richtigen Worte, um den Vereinsvorsitzenden Hartmut Schmitt stellvertretend für die seit 40 Jahren aktiven Sänger zu ehren. „23 Jahre Vorsitzender bleibt man nicht, weil es sonst keiner machen will, sondern man braucht ein ausgleichendes Wesen und muss auch mal ein Machtwort sprechen können, ohne dass sich jemand angegriffen fühlt“, würdigte Lotter.

Für 50-jährige Mitgliedschaft stellte der erste Vorsitzende des Gesangvereins Schwabendorf, Thomas Müller, Vereinsmitglied Kurt Lawrenz in den Mittelpunkt. Er erinnerte an dessen 35-jährige Vorstandsarbeit und würdigte den Jubilar als einen, der den Chor in die Zukunft geführt habe.

Im Konzertteil präsentierten der Gemischte Chor Momberg und der Gemischte Chor Schwabendorf jeweils unter der Leitung von Knut Petersen, sowie der von Peter Dippel geleitete Gemischte Chor Speckswinkel, Volkslieder, Spirituals und moderne Lieder.

Eröffnet hatte der mitgliederstärkste Chor aus Momberg den Abend. Mit dem Volkslied „Drei Gäns‘ im Haberstroh“ brachte der Chor die freudige Stimmung des Abends auf die Bühne. Mit dem französischen „Tourdion“, das sich in Tempo und Intensität bis zum Ende steigerte, begeisterte der gemischte Chor Schwabendorf, und der Klassiker „Mein kleiner grüner Kaktus“, den der Gemischte Chor Speckswinkel gekonnt präsentierte, leitete die Ehrungen für 60 Jahre Mitgliedschaft ein.

Raus aus dem Krieg,rein in den Gesangverein

Stellvertretend für die fünf Geehrten sprach der Vorsitzende des MGV Neustadt, Hans-Dieter Georgi, die Laudatio für Vereinsmitglied Ernst Stumpf. Er würdigte die Vorstandsarbeit des Jubilars und unterstrich, dass sich Stumpf bis heute im Festausschuss engagiere, jedem mit Rat und Tat zur Seite stehe und auch die Chorleitung mit viel Sachverstand übernehmen könne. Applaus und stehende Ovationen des Publikums begleiteten Heinrich Vestweber aus Halsdorf, der im Sommer seinen 90. Geburtstag feiert, und Karl Naumann aus Schwabendorf, der kürzlich seinen 90. Geburtstag feierte, hinauf auf die Bühne. Die Würdigung der beiden Freunde übernahmen Petra Braun, Vorsitzende des GV Halsdorf, und Thomas Müller aus Schwabendorf. Braun führt die Besucher bis in das Kriegsjahr 1945 zurück. Mit einem Lungendurchschuss sei der Jubilar gleich nach dem Krieg als 1. Tenor in den Verein eingetreten. Noch heute könne er viele Lieder auswendig mitsingen, betonte sie. Bis in die Nachkriegszeit ging auch Laudator Müller zurück. Naumann habe den Wechsel in die Moderne mitgetragen und setze sich unermüdlich für den Verein ein.

Seit 25 Jahren übt Knut Petersen die Tätigkeit als Chorleiter aus. Chorleiter Peter Dippel blickte auf diese Jahre zurück, nannte die Stationen Zell, Ehringshausen, Eudorf, Momberg und Schwabendorf.

Mit reichlich Applaus wurde der Gemischte Chor Momberg bedacht, der musikalisch mit dem Lied „Bye, Bye my Love“ das Publikum entließ.

von Karin Waldhüter

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