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Mit Fördermitteln über Wasser halten

Pläne Mit Fördermitteln über Wasser halten

Am Montag (19 Uhr, historisches Rathaus) sollen die Stadtverordneten beschließen, dass sich die Stadt um Fördermittel aus einem "Zukunftsinvestitionsprogramm" des Bundes bewirbt.

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Ersten Schätzungen zufolge kosten Sanierung und Attraktivierung des Neustädter Freibades zwei Millionen Euro.

Quelle: Florian Lerchbacher

Neustadt. Es scheint klar zu sein, in welche Richtung es mit dem Neustädter Freibad geht: Die Bürger wollen es, wie eine Umfrage bestätigte, SPD und CDU haben sich bereits für den Erhalt der Einrichtung und eine Sanierung ausgesprochen und der Magistrat hat Förderprogramm im Blick. Und das, obwohl die Ergebnisse eines Ende des Sommers in Auftrag gegebenen Gutachtens noch nicht vorliegen.

Die Stadt geht derzeit aufgrund erster Ergebnisse davon aus, dass die Sanierung des Freibades rund zwei Millionen Euro kostet. Eine Summe, die sich Neustadt eigentlich nicht leisten kann.

Entsprechend möchte der Magistrat den Weg an Fördertöpfe antreten. Versuch Nummer eins sollen die Stadtverordneten am Montag absegnen: Die Neustädter wollen sich um Mittel aus dem Zukunftsinvestitionsprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ beim Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung bewerben.

Nutznießer tragen nur zehn Prozent der Investitionen

140 Millionen Euro will der Bund dafür zur Verfügung stellen. Die Nutznießer müssen lediglich zehn Prozent der Investitionen tragen.

„Der SPD-Bundestagsabgeordnete Sören Bartol hat mich auf das Programm, das für finanzschwache Kommunen gedacht ist, aufmerksam gemacht“, lobt Bürgermeister Thomas Groll (CDU). 1,1 bis 4,4 Millionen Euro könnten Kommunen für Projekte erhalten. „Bei diesen attraktiven Fördermöglichkeiten sollten wir nichts unversucht lassen“, ergänzt er. Voraussetzungen sind, dass die Projekte Kinder und Jugendlichen zugute kommen, einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und die soziale Integration fördern.

Punkt eins sei locker abhakbar, erklärt der Bürgermeister. Einen Beitrag zum Klimaschutz leite die Stadt mit der Sanierung auch, weil sie die Absorberanlage - also das System zur Wassererwärmung - erneuern will. Und auch die soziale Integration sei gewährleistet, weil Flüchtlinge das Bad nutzten. Gleichwohl gibt sich Groll bescheiden: „Ich rechne nicht unbedingt damit, dass wir bei dem Förderprogramm zum Zuge kommen.“

1974 erbaute Freibad weist diverse Mängel auf

Da das Gutachten, das derzeit erstellt wird, aber nicht für den Papierkorb bestimmt sei, sondern sich in der Realpolitik wiederfinden solle, wolle sich die Stadt weiter um Fördergelder bemühen. „Ich denke da an einen Sondertopf von 25 Millionen Euro im Rahmen des Sonderinvestitionsprogramms ,Hessen packt an‘ für Kommunen mit Erstaufnahmeeinrichtungen“, verrät der Bürgermeister.

Das 1974 erbaute Freibad weist diverse Mängel auf, unter anderem bei den Zu- und Ableitungen des Wassers zum Becken oder bei den Beckenköpfen. Noch dazu muss es, so Groll, weitere Veränderungen erfahren: Funktionsgebäude, Kiosk oder Kleinkindbereich seien beispielsweise alles andere als zeitgemäß oder attraktiv.

Das Gutachten soll Aufschluss darüber geben, was für Mängel akut sind und welche demnächst auftreten (könnten), wie sich das Bad verschönern und insgesamt interessanter für ­Besucher gestalten lasse - und natürlich was das alles kosten würde. Das Werk soll Ende des Jahres vorliegen.

von Florian Lerchbacher

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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