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Mit Bioenergie in den Wettbewerb

Unser Dorf hat Zukunft Mit Bioenergie in den Wettbewerb

Zum zweiten Mal nach 2014 stellt sich Kleinseelheim dem Wettbewerb Unser Dorf hat Zukunft. Die Wettbewerbskommission wird heute um 12.15 Uhr am Dorfgemeinschaftshaus zum Rundgang erwartet.

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Das Archivfoto zeigt die Bewertungskommission im September 2014 im Kleinseelheimer Kirchgarten. Heute stellt sich Kleinseelheim erneut dem Wettbewerb unser Dorf hat Zukunft. Foto: Matthias Mayer

Kleinseelheim. Die Bürger aus dem Kirchhainer Stadtteil sind seit Jahren dafür bekannt, progressive Projekte aufs Gleis zu stellen, die sich zum Teil nicht nur an die rund 700 Einwohner richten, sondern an die ganze Region. Dazu gehören beispielsweise die Workshops für die Umnutzung und den Umbau von landwirtschaftlichen Gebäuden, die für ihren ursprünglichen Zweck nicht mehr gebraucht werden.

Gleichwohl hat es für Kleinseelheim im September 2014 nicht für die Qualifikation zum Landeswettbewerb gereicht. Dafür wurden die Kleinseelheimer in der Gruppe der Dörfer ohne Dorferneuerung mit einer Sonderurkunde für „die besondere Auseinandersetzung und Selbstbewertung der örtlichen Situation“ ausgezeichnet.

Ihren Weg sind die Kleinseelheimer in den vergangenen drei Jahren weitergegangen. In ihren zweiten Wettbewerb gehen sie aber mit einem gewichtigem Pfund: Das Bioenergiedorf Kleinseelheim, das vor drei Jahren noch eine Ideenskizze war, ist nun greifbare Realität geworden. Am Sonntag um 11.30 Uhr erfolgt der erste Spatenstich für das Kleinseelheimer Nahwärmenetz auf dem Areal des Landhandels Roth, das inzwischen ins Eigentum der Genossenschaft übergegangen ist, und auf dem die Heizzentrale entstehen soll.

Nach dieser erfreulichen Entwicklung hatte es lange Zeit nicht ausgesehen. Einige Interessenten sprangen ab, es gab zum Teil schwierige Diskussionen im Ort. Erst die erfolgreiche Gründungsprüfung durch den Genossenschaftsverband, der der Kleinseelheimer Genossenschaft ein tragfähiges Geschäftsmodell bescheinigte, brachte den Durchbruch, für den insbesondere die Vorstandsmitglieder Armin Bothur, Ulrike Simon und Professor Rainer Waldhardt mitgekämpft hatten.

Beharrlichkeit, Geduld und Überzeugungskraft gehören folglich neben Gemeinschaftssinn und Innovationsfreudigkeit auch zu den Kleinseelheimer Tugenden. Vielleicht reicht dies ja neben dem tollen Ortsbild und der Infrastruktur fürs Weiterkommen.

von Matthias Mayer

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