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Mit 1,9 Promille im Blut auf Kollisionskurs mit der Polizei

Alkoholfahrt Mit 1,9 Promille im Blut auf Kollisionskurs mit der Polizei

Nur haarscharf entging ein betrunkener 55-Jähriger im vergangenem Mai einem Unfall mit einem Streifenwagen der Polizei. Das Kirchhainer Amtsgericht verhängte eine Geldstrafe.

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Eine Fahrt unter erheblichem Alkoholeinfluss hätte beinahe verheerende Folgen gehabt. Foto: Florian Lerchbacher

Stadtallendorf. Denkbar ungünstig verlief für den Mann aus dem Ostkreis der Heimweg an einem Tag im Mai. Nicht nur, dass er sich mit 1,89 Promille in sein Auto setzte und von Stadtallendorf über die B 454 Richtung Kirchhain fuhr. Auf Höhe der Schrebergärten am Ortsausgang Stadtallendorfs geriet der Beschuldigte, so lautete die Anklage vor dem Kirchhainer Amtsgericht, in die Gegenfahrbahn und gefährdete damit ein entgegenkommendes Polizeifahrzeug, das nur noch durch ein scharfes Ausweichmanöver einen Zusammenprall verhinderte.

Der Angeklagte gestand vor Gericht die Tat. Er sei von einem Bekannten, wo er „ein paar Bier“ getrunken habe, auf dem Weg nach Hause gewesen und habe ganz dringend auf die Toilette gemusst, begründete der 55-Jährige sein waghalsiges Fahren. Er sei daher bewusst zum Überholvorgang auf die linke Spur gefahren. „Als ich das entgegenkommende Auto gesehen habe, habe ich vielleicht etwas zu spät wieder rechts eingeschert“, schilderte der Angeklagte seine Sicht.

Der Fahrer des Polizeiwagens, ein 31-jähriger Polizeikommissar, war als Zeuge geladen. „Es ging um Zentimeter“, betonte der Beamte. Nur durch das laute Aufschreien seines Kollegen, der die Situation frühzeitig erkannte, habe er den Zusammenstoß vermeiden können. Sofort nahmen die beiden Polizisten die Verfolgung auf und stoppten den Angeklagten, der weiterhin Schlangenlinien gefahren sei, an der Ausfahrt „Kirchhain-Ost“.

Richter Edgar Krug verurteilte den 55-Jährigen wegen Gefährdung des Straßenverkehrs in Folge von Trunkenheit zu 40 Tagessätzen zu je 25 Euro, also in der Summe 1000 Euro. Außerdem zog er den Führerschein des 55-Jährigen mit einer Sperrfrist von neun Monaten ein.

„Mein Eindruck ist, dass ich es mit einem geübten Trinker zu tun habe“, so der Richter. Die Alkoholisierung des Angeklagten habe den Grenzwert für alkoholisierte Fahrerlaubnis deutlich überschritten, wodurch er fahrlässig einen Unfall inklusive Personen- und Sachbeschädigung billigend in Kauf nahm.

„Das ist eine abstrakte und gravierende Gefährlichkeit“, erklärte Krug. Das Urteil ist rechtskräftig.

von Yanik Schick

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