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Minister würdigt "verlässlichen Freund"

Ehrung Minister würdigt "verlässlichen Freund"

Staatsminister Dr. Thomas Schäfer (CDU) hat Manfred Vollmer (CDU) als junger Kommunalpolitiker 1982 kennengelernt. Am Freitag ehrte er ihn stellvertretend für den Bundespräsidenten.

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Landrätin Kirsten Fründt (von links), Margot und Manfred Vollmer und Minister Dr. Thomas Schäfer freuten sich gemeinsam über die Ehrung. Foto: Michael Rinde

Stadtallendorf. Die Verleihung eines Verdienstordens 1. Klasse im Kreishaus in Marburg ist „wirklich etwas ganz Außergewöhnliches“, wie Landrätin Kirsten Fründt (SPD) gleich bei Eröffnung der Feierstunde am Freitag hervorhob. Diese hohe Ordensstufe wird vom Bundespräsidenten vergleichsweise selten verliehen. Es sei eine für Manfred Vollmer „sehr würdige Auszeichnung“.

30 Jahre lang war Manfred Vollmer (CDU) Stadtallendorfs hauptamtlicher Bürgermeister, seit 25 Jahren ist er ehrenamtlich Mitglied im Kreistag.

Nicht für hauptamtlich, sprich berufliches Engagement, sondern vor allem für ehrenamtlichen Einsatz seien solche Ehrungen üblich, sagte Minister Schäfer. Doch bei Manfred Vollmer seien seine Arbeit als Bürgermeister und ehrenamtlicher Einsatz untrennbar gewesen.

Schäfer hob aus der 30-jährigen Arbeit Vollmers unter anderem dessen Einsatz bei der Altlastensanierung oder für den Bundeswehrstandort hervor. „Wie oft ist der komplette Abzug der Bundeswehr aus Stadtallendorf vorhergesagt worden. Inzwischen gibt es dort einen von nur noch drei Divisionsstandorten in Deutschland“, erklärte Schäfer. Einen großen Anteil daran schrieb er Vollmer zu. Der hessische Finanzminister hatte den frischgebackenen Stadtallendorfer Bürgermeister 1982 in einem Seminar kennengelernt. Damals ging es bezeichnenderweise um eine Einführung in Kommunalfinanzen.

Dr. Thomas Schäfer charakterisierte den 71-Jährigen als jemanden, der durch Argumente überzeugt werden müsse und deutete damit eine gewisse Dickschädligkeit des Stadtallendorfers an. „Wenn man ihn überzeugt hat, dann kann man sich immer auf ihn verlassen“, sagte Schäfer.

Und Vollmer habe auch etwas für den Nachwuchs in der Kommunalpolitik getan. Schäfer nannte den CDU-Fraktionsvorsitzenden Stephan Klenner als Beispiel. Es war einer von Klenners Vorgängern in diesem Amt, Wolfgang Curdt, der Vollmer für den Verdienstorden 1. Klasse vorgeschlagen hatte. Curdt ist einer der engsten politischen Weggefährten Vollmers und ein persönlicher Freund. Er gehörte zu den damaligen CDU-Verantwortlichen, die ihn 1982 nach Stadtallendorf holten. Curdt selbst würdigte Manfred Vollmer als einen Menschen, der nicht nur große Reden halte, sondern immer Taten folgen ließe.

Er habe „ein Stück Stadtgeschichte geschrieben“, sagte Stadtallendorfs Bürgermeister Christian Somogyi (SPD) über seinen Vorgänger - und erinnerte an Vollmers Einsatz für und während des Hessentags 2010. „Durch diesen Hessentag haben wir alle hinzugewonnen“, meinte Somogyi.

Der Geehrte selbst zeigte sich „etwas beschämt über all das, was gerade über mich gesagt wurde.“ Sein Einsatz sei für ihn eine Selbstverständlichkeit gewesen - und vieles sei nur gemeinsam mit vielen anderen Menschen erreicht worden. „Ein Häuptling braucht ganz viele Indianer“, fasste er es zusammen.

Auch Vollmer selbst ließ noch einmal Ereignisse aus 30 Jahren Arbeit als Bürgermeister Revue passieren. „Wir standen damals vor dem Aus“, sagte er exemplarisch in Erinnerung an die dramatische Situation vor Beginn der Sanierung der Rüstungsaltlasten.

von Michael Rinde

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