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Millimeterarbeit mit schwerem Gerät

Schlossfestspiele Millimeterarbeit mit schwerem Gerät

Arbeitsplatz mit Ausblick: Auf dem Amöneburger Festplatz sind die Aufbauarbeiten für die vierte Auflage der Schlossfestspiele in vollem Gange.

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Tribünenbauer und Depro-Mitarbeiter bereiten seit Montag den Schauplatz der vierten Amöneburger Schlossfestspiele vor.

Quelle: Florian Lerchbacher

Amöneburg. Es ist Millimeterarbeit, die Klaus Stanger von Depro-Technik am Steuer des Gabelstaplers abliefert. Während er mit seinem Arbeitsgerät vorne ein Stück Bühne anhebt, ist hinten Vorsicht geboten, denn zwischen seinem Fahrzeug und einem geparkten Lastwagen ist maximal ein Finger breit Platz.

Ähnlich vorsichtig mussten die Fahrer der 40-Tonner zu Werke gehen, als sie sich durch die engen Gassen der Kernstadt schlängelten - mit Sondergenehmigung der Stadt, um eine Einbahnstraße gegen die Fahrtrichtung zu passieren. Insgesamt sieben Mal mussten Lastwagen durchgelotst werden, schließlich galt es, für das Stück „Die Drei von der Tankstelle“ mehr als 100 Tonnen an Materialien auf den Festplatz zu bringen. Von kleineren Transportfahrzeugen ganz zu schweigen.

In den vergangenen Wochen hatte das Gemündener Unternehmen mit den Vorbereitungen begonnen und beispielsweise Wohncontainer auf den Berg gekarrt, die als Umkleiden, Lager oder Aufenthaltsräume dienen - und dann die entsprechenden Wasser- und Stromanschlüsse gelegt. Am Montag nahmen die Aufbauarbeiten dann so richtig Fahrt auf.

15 Mitarbeiter von Depro beziehungsweise eines Dienstleisters, der sich um die Tribüne kümmert, sind fleißig am Werkeln. Inzwischen steht ein Großteil der 663 Zuschauer fassenden Tribüne und der Bühne, die in diesem Jahr aus drei unterschiedlich hohen Ebenen besteht.

Vorverkauf ist gut angelaufen

Kostüme und Requisiten sollen heute am Aufführungsort eintreffen. Die erste Probe ist für Freitag vorgesehen, die Generalprobe für Dienstag, den 12. Juli - Premiere ist schließlich am Mittwoch, 13. Juli. Spätestens dann werden die letzten Arbeiten erledigt sein. „Der letzte Trupp ist meist bis zwei Stunden vor der Aufführung im Einsatz“, sagt Peter Bubenheim, der technische Leiter von ­Depro, und ergänzt: „Das ist dann aber nur noch Feintuning.“

Um die Gestaltung der Bühne hat sich Regisseur Peter Radestock gemeinsam mit Gerhard Weger gekümmert. „Wir setzen ihre Pläne um“, erläutert Bubenheim. Meist gebe es dann noch Kleinigkeiten zu verändern - bei der Umsetzung eines zwei-dimensionalen Bildes in die Realität entstehen schließlich immer wieder Punkte, die es noch zu überarbeiten gilt.

„Der Vorverkauf ist gut angelaufen“, freut sich Helmut Seim, der Pressesprecher von Depro und hebt noch einmal hervor, dass das Unternehmen einen Shuttle-Service anbietet, der Theaterbesucher, die mit dem Auto nach Amöneburg kommen, zu den 15 Veranstaltungen hoch auf den Berg bringt - werktags, wenn „Die Drei von der Tankstelle“ ab 20 Uhr gezeigt werden, ab 18 Uhr, und sonntags, wenn das Stück um 18 Uhr beginnt, ab 16 Uhr.

Karten für die Schlossfestspiele gibt es unter Telefon 06453/912470, im Internet unter www.depro-concert.de und bei allen bekannten Vorverkaufsstellen.

von Florian Lerchbacher

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