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Mikà holt die erste Torte

Würfeln Mikà holt die erste Torte

Um sich einen der leckeren Gewinne beim traditionellen Tortenwürfeln im Großseelheimer Sportheim zu sichern, war vor allem Glück gefragt.

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Die zehn Monate alte Lyn Babion schwang mit Mamis Hilfe auch den Würfelbecher.

Quelle: Maik Drossel

Großseelheim. „Wir hören nicht auf, wenn das Zeug alle ist“, sagte Uwe Klingelhöfer, der Fußballabteilungsleiter des Großseelheimer Sportvereins, als er aufstand, um einen weiteren Preis für seinen Würfeltisch zu holen. Das Klopfen der Würfelbecher auf den Tischen, das Schreien der gewürfelten Zahlen und die Jubelrufe dazwischen dominierten am Mittwochabend das Sportheim in Großseelheim.

Das jährliche Tortenwürfeln im Sportheim ist eine lange Traditionsveranstaltung. Was vor 35 Jahren im kleinen Kreis nur mit Neujahrsweck begann, erfreut seit Jahren viele Besucher aus den umliegenden Ortschaften.

Mit einem Euro Spieleinsatz pro Person wurde an den Tischen in Spielgruppen um selbst gemachte Torten, Hefezöpfe und rote Wurst gewürfelt. Gewinner ist der, der mit einem Zweierpasch die höchste Zahl würfelt. So kam es öfter vor, dass mancher minutenlang vergebens den Becher schüttelte. Manches mal mussten die Spielleiter um Ruhe bitten , so engagiert wurde um die Gewinne gewürfelt.

Insgesamt 90 Preise zu gewinnen

Die rote Wurst stammt aus der Metzgerei von Ludwig Klingelhöfer und die Hefezöpfe wurden in der Bäckerei von Johannes Carle gebacken. Die Torten sind von den Vorstands- und Spielerfrauen selbst gestiftet worden. Insgesamt gab es 90 Preise zu gewinnen, jeweils 30 Zöpfe, Würste und Torten. „Sind die Preise weg, gibt es Gutscheine für die Bäckerei oder Metzgerei“, erklärt Uwe Klingelhöfer.

Neben der Aussicht auf die leckeren Gewinne ging es vor allem um die „Gaudi“. So war es auch bei Evelyn Leukel. Sie war mit ihren Neffen, ihrer Nichte und ihrem Enkel bei dem traditionellen Tortenwürfeln, weil dieses Erlebnis zwischen den Jahren für sie einfach dazugehört. „Die Kinder lernen, dass man auch mal verlieren muss“, sagte sie lächelnd, während sie ihr Glück mit den Würfeln versuchte.

Vom Verlieren war bei ihrem sieben Jahre jungen Enkel Mikà jedoch nichts zu sehen. Mit seiner Glückssträhne heimste er direkt zu Beginn des Würfelns die erste Torte ein und freute sich im Laufe des Abends über viele weitere schmackhafte Gewinne.

Die jüngste Spielerin an diesem Abend war 10 Monate alt. Mit 16 Punkten würfelte sich die kleine Lyn Babion eine große Torte. Zu den ältesten Spielern gehörte mit 77 Jahren der ehemalige Vereinsvorsitzende Ludwig Klingelhöfer. Dieser bemerkte auch, dass heutzutage weit mehr jüngere Personen zum Würfeln kommen als früher. Die Spieleinnahmen an diesem Abend kommen dem Sportverein Großseelheim und seiner Arbeit zugute.

von Maik Drossel

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