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Mexikanische Zwerge mit spitzer Zunge

Seniorenkarneval Mexikanische Zwerge mit spitzer Zunge

Von eindrucksvollen Tänzen bis hin zu tiefgründigen Weisheiten in der Bütt hatte der Seniorenkarneval einiges zu bieten. Mit 150 Gästen war das Dorfgemeinschaftshaus gut gefüllt.

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Karneval ist ohne Tanz und Sketche undenkbar. Unter anderem traten die „Ranzefunken“ auf.

Quelle: Yanik Schick

Momberg. Hossa statt Helau, Sombrero statt Narrenkappe und Fiesta statt Fastnacht. Die Senioren des Treffpunkts B in Neustadt feierten ihren Karneval in diesem Jahr mexikanisch. Die altbewährten Traditionen blieben dem Nachmittagsprogramm aber dennoch erhalten.

So turnten die Mitarbeiterinnen des Treffpunkts - wie gewohnt als Zwerge verkleidet - über die Bühne und ließen die bedeutendsten Ereignisse des Vorjahres Revue passieren. Sie sprachen über verlorene und wiedergefundene Eheringe, schwierige Wege nach Mengsberg und das „gigantische Feuerwerk“ bei der Neustädter Kirmes.

Einer der Zwerge berichtete derweil von einer bemerkenswerten Beobachtung im Bürgerpark: So würden Hundebesitzer über den Winter hinweg ganz artig die dort vorhandenen Tüten nutzen, um den Gehweg von den Ausscheidungen ihrer Vierbeiner zu befreien. Im Sommer hingegen sei das seltsamerweise weniger der Fall. „Ich durchschaue diese Masche: man hat im Winter gerne was Warmes in der Tasche“, so die spitzfindige Theorie des Zwergs.

Die fast 150 Gäste im Dorfgemeinschaftshaus bekamen aber auch darüber hinaus eine Menge Unterhaltung geboten. Alle drei Momberger Tanzgruppen - die beiden Garden „Ranzefunken“ und „Ranzenminis“ sowie die Mini-Showtanzgruppe - brachten mit flotten Darbietungen einen Ausschnitt ihres Könnens auf die Bühne.

Die Betreuerinnen der Volkshochschule erprobten sich wie üblich in verschiedensten Sketchen, von denen sie einige auch noch beim Seniorenkarneval in der Kernstadt aufführen werden. Moderatorin Sonja Stark führte durch das Programm und hatte zwischendurch den einen oder anderen Witz auf Lager.

„Wir haben ein sehr dankbares Publikum“, wusste indes Susanne Wilhelm, eine der Organisatorinnen, zu schätzen. Die Einladung habe sich bewusst an Jung und Alt gerichtet, erklärte sie. Und doch gehörte natürlich ein Großteil der Besucherschaft dem betagteren Semester an.

„Wir legen schon Wert darauf, dass gerade die ältere Generation hier teilnehmen kann“, so Wilhelm, „denn die meisten Faschingsveranstaltungen liegen ja eher in den Abendstunden. Und die besuchen diese Leute deshalb nicht.“

Der Nachmittag war also gefüllt mit weiteren Höhepunkten. Susanne Wilhelm selbst erinnerte sich in der Bütt an einen besonderen Wellnessurlaub mit ihrem Mann, Gisela Wüst - gerade 60 Jahre jung geworden - thematisierte später die Herausforderungen des Lebens in gehobenem Alter. Mit Garde-Auftritt und Showtanz bereicherten schließlich noch die Gäste des Kirchhainer Kolping-Karnevals den Nachmittag.

von Yanik Schick

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