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Mekka für Modellbahnfreaks

Börse Mekka für Modellbahnfreaks

Die erste Verkaufs- und Tauschbörse für Modelleisenbahnen der Interessengemeinschaft Modellbau (IGM) in der Stadtallendorfer Mehrzweckhalle war ein voller Erfolg.

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Besucher betrachteten die auf Tischen aufgebauten Modelleisenbahn-Accessoires. Foto: Klaus Böttcher

Stadtallendorf. Rund um die Mehrzweckhalle war schon am Sonntagvormittag kaum noch ein Parkplatz zu bekommen. Die Autos wiesen eine Kennzeichenvielfalt auf, was auf Besucher aus ganz Hessen schließen lässt. „Es ist kein Ersatz für die Kirchhainer Ausstellung, aber viele Eisenbahner haben gesagt, es fehlt etwas“, erzählt Peter Ulrich, der Vorsitzende des Stadtallendorfer Verkehrsvereins. Die IGM ist eine Arbeitsgruppe des Verkehrsvereins. Das in Kirchhain keine Veranstaltung dieser Art mehr stattfindet, liegt nicht am Umbau des Bürgerhauses, wie Ulrich erläutert. Der veranstaltende Verein ist nicht mehr präsent.

Der Neustädter Gerhard Koch ging von Tisch zu Tisch und schaute sich die Waren an, bei denen es um Modelleisenbahnen und viel Zubehör geht. Er suche nichts Besonderes, meint er, „Aber vielleicht gibt es mal etwas günstiges.“ Koch hat auch Zeit für die Suche, denn seine Anlage soll erst entstehen. Schienen, Weichen, Loks und alles was dazu gehört hat er schon. Wenn er im Ruhestand ist, soll die Modelleisenbahn sein Hobby werden, „zumindest im Winterhalbjahr“, schränkt er gleich ein, denn im Sommer sei der Garten dran.

So wie Gerhard Koch ging es vielen Besuchern. Sie schauten und kauften, wenn sie etwas Gutes entdeckt haben. Es gibt aber auch eingefleischte Hobbyeisenbahner, die gezielt ein besonderes Teil suchen und deshalb zu den ersten Besuchern zählen. „Die Schnäppchen sind gleich weg“, meinte Peter Ulrich. Auf mehr als 100 Tischen wurden Artikel zum Verkauf, aber auch zum Tausch angeboten.

Die TT - Eisenbahner aus Neustadt hatten ebenso wie die Stadtallendorfer Modellbauer ihre Anlage aufgebaut. Beides sind Anlagen, die in der Modulbauweise hergestellt sind. Einzelne Teile lassen sich dadurch leicht im Kofferraum eines Autos transportieren. Beide Anlagen unterscheiden sich in der Spurweite (TT und H0), im Maßstab (1:20 und 1:87) sowie in der Größe der Module. Die TT-Freunde haben genormte Größen, bei denen auch Teile von Fremden mitbenutzt werden könnten. Die sieben Leute der IGM haben ihr eigenes System mit Modulen von 30 mal 50 Zentimetern, je vier Module in einem Holzrahmen zusammengefasst. „Jeder baut nach seinem Geschmack und Können, aber wir sprechen uns schon ab“, erklärt Peter Ulrich. So gibt es bei der Anlage beispielsweise einen Kirmesplatz, eine Kaserne, eine Großbaustelle, ja sogar einen Verkehrsunfall und einen große Schienenanlage mit Zügen. „Fertig wird man nie, es wird immer erweitert, geändert oder repariert“, sagte der begeisterte Modellbauer Ulrich.

von Klaus Böttcher

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