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Mehrheit möchte "nur" renovieren

Stadtplanung Mehrheit möchte "nur" renovieren

Stadtallendorfs Stadtverwaltung und beauftragtes Planungsbüro informierten über die Pläne für eine Umgestaltung der Teichanlage im Iglauer Weg. Rund 50 Bürger kamen.

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Was wird aus der Teichanlage im Iglauer Weg? Bei einer Infoveranstaltung gab es ein Votum, die
Anlage lediglich zu sanieren. Foto: Klaus Böttcher

Stadtallendorf. Bei der Veranstaltung wurde ein Modell für die Veränderung der Grünanlage nahe des Südstadt-Kiosks präsentiert. Zunächst ging der Leiter des Fachbereichs 4 der Stadtverwaltung Klaus Hütten auf den jetzigen Zustand ein und erläuterte den bisherigen Planungsablauf. Aus seinen Schilderungen wurde schnell deutlich, dass unbedingter Handlungsbedarf besteht. Es gibt zahlreiche Probleme aufgrund des Alters der Anlage, die mal ein Feuerlöschteich war. Dazu zählen beispielsweise die defekte Randeinfassung oder Ufermauern. Hinzu kommen ökologische Probleme aufgrund der geringen Wassertiefe und Müllablagerungen. Seit Mitte 2014 laufen bereits die Planungen in der Verwaltung und den städtischen Gremien (die OP berichtete). Diplomingenieur Hans-Werner Kuhli stellte den Entwurf vor.

Dabei soll der Teich zugeschüttet werden. Es entstünde ein großer grüner Bereich als Mittelfläche. Der kleine Park soll mit mehreren Wegen Verbindungen von allen Seiten schaffen und mit etlichen Bankelementen versehen werden. Die Parkplätze Iglauer Weg sollen erhalten bleiben und werden durch eine überschaubare Hecke abgetrennt. Den vorhandenen Baumbestand möchte der Planer weitgehend erhalten, die Wege sollen beleuchtet werden und eine kleine Spielfläche ist geplant. Möglich sei auch der Einbau einer kleinen Wasserfläche, erklärte Kuhli. Als Vorteile dieser Anlage nannte der Landschaftsplaner die großzügige Raumbildung, die einfache, klare Gestaltung, die Wirtschaftlichkeit in der Unterhaltung und die Flexibilität bei der Anpassung an zukünftige Änderungen.

Klaus Hütten erklärte den Besuchern die Vor- und Nachteile der Varianten und bezifferte die Kosten. Die Neugestaltung wie vorgestellt ohne Wasserfläche soll etwa 377000 Euro, mit Wasserfläche 455 652 Euro. Die Sanierung der vorhandenen Anlage mit Teich koste 358 315 Euro kosten. Die Umnutzung zu Wohngrundstücken würde der Stadt dagegen eine geschätzte Einnahme von 120 000 Euro bringen. Es folgte eine Fragerunde, die Markus Hirth, der Projektleiter des Programms Soziale Stadt, moderierte.

Anlieger ist verärgertüber langen Stillstand

Gleich zu Beginn machte ein Anlieger seinem Ärger Luft und fand weitgehend Bestätigung unter den Zuhörern.

Seit 15 Jahren habe er auf den schlechten Zustand der Anlage aufmerksam gemacht. Immer wieder sei die Erneuerung angekündigt worden, passiert sei nichts. Jetzt sei die Anlage ein Umschlagplatz für Drogendealer, so die Wahrnehmung des Anliegers. Es gab einige Forderungen und Wünsche zu dem vorgestellten Projekt, die fast alle durch Änderungen machbar wären. Es gab aber auch etliche Stimmen, die sich für den Erhalt in der jetzigen Form aussprachen. Am Schluss stand eine schriftliche Abstimmung, bei der auch Vorschläge möglich waren. Zur Wahl standen die Neugestaltung, die Beibehaltung mit Renovierung oder die Bebauung der Fläche. 19 Besucher stimmten für die Erhaltung der Freifläche mit Renovierung, 17 für die Neugestaltung und nur ein Besucher war dafür, dort Baugrundstücke zu schaffen.

von Klaus Böttcher

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