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Martinsmarkt übertrifft alle Erwartungen

Kirchhain Martinsmarkt übertrifft alle Erwartungen

Der Kirchhainer Martinsmarkt am Wochenende war so gut besucht wie seit Jahren nicht mehr. Ein Verkehrschaos blieb aus, auch Parkplätze am Sonntag nur mit etwas Glück zu finden waren.

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Eine Mini-Achterbahn drehte sich seit Freitag auf dem Bahnhofsvorplatz. Sie war die Attraktion des Vergnügungsparks.

Quelle: Michael Rinde

Kirchhain. Die Ohmstadt Kirchhain bleibt eine Marktstadt, daran ändert auch eine Großbaustelle nichts. Im Gegenteil: Der Besucherandrang beim 37. Kirchhainer Martinsmarkt übertraf vor allem am Sonntag viele Erwartungen. Bestes Herbstwetter dürfte dabei eine besondere Rolle gespielt haben. Auch die Öffnung der Fachgeschäfte ab 13 Uhr hat sich aus Sicht der Einzelhändler offenbar gerechnet. „Wir sind sehr zufrieden“, sagte Martin Römer. Sein Kollege Harald Pausch bestätigte das.

Beim Krammarkt waren es die jetzt angebrachten Textilien wie Mützen, Schals oder Handschuhe, die auf besonderes Interesse stießen. Aber auch Haushaltswaren wie Microfasertücher in verschiedenen Varianten oder als herausragend angepriesene Reinigungsmittel schienen begehrt. Da gab es die „ultimativen Putztücher für streifenfreie Zeiten“, aber auch kleine Artikel. So bot eine evangelische Frauengruppe vor dem Bürgerhaus ein Seifenblasenspiel gegen eine Spende an. Das Geld kommt einem Straßenkinder-Projekt zugute.

Im Inneren hatten während der Markttage die Frauen der Damengymnastikgruppe Niederwald wieder alles im Griff. „Es herrschte Hochbetrieb an beiden Tagen“, so lautete die kurze Einschätzung einer der Frauen. Etwa 90 Liter Erbsensuppe waren bis Sonntagnachmittag schon verkauft. Außerdem gab es eine Auswahl von 60 Kuchen oder Torten.

Beim Schlemmermarkt auf dem Marktplatz und in der angrenzenden Brießelstraße war gestern zeitweise kein Durchkommen mehr. „Es ist halt ein wenig Stau, so wie auf der Autobahn. Aber es geht ja immer wieder weiter“, hieß es am Nachmittag, als in der Fuß­gängerzone kaum ein Schritt vorwärts mehr möglich war.

Der Andrang habe ungewohnt früh begonnen, fasste Hannelore Wachtel, Vorsitzende des veranstaltenden Kirchhainer Verkehrsvereins, zusammen. Auch der traditionell schwächere Samstag sei sehr positiv verlaufen. „Die Stadt ist total voll. Es gibt im Moment wohl keine Parkplätze mehr“, freute sich Wachtel zwei Stunden vor dem offiziellen Marktende am Sonntag. Aus ihrer Sicht „war das einer der bestbesuchten Märkte seit Jahren in Kirchhain“.

In der Woche vor dem Martinsmarkt hatte es die Nachricht gegeben, dass die Baustelle am neuen Kreisverkehr und in der Straße Am Amöneburger Tor nicht mehr vor dem Wochenende geöffnet werden kann. Dise Tatsache hat aber keinen der Marktbesucher abgeschreckt. Chaos gab es in der Innenstadt deswegen nicht. „Es gab keinen einzigen Anruf“, erklärte ein Beamter der Polizei Stadtallendorf auf Nachfrage der OP.

von Michael Rinde

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