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Marmoriertes Papier, Döner und Musik

Moscheefest Marmoriertes Papier, Döner und Musik

Mit kulinarischen Spezialitäten, Live-Musik und einem faszinierenden Künstler feierte die muslimische Gemeinde der Fatih-Moschee mit Stadtallendorfer Bürgern.

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Der Künstler Mehmet Refi Kileci fertigt eine Blume. Foto: Yanik Schick

Stadtallendorf. Erstmalig veranstaltete die Türkisch-Islamische Union der Stadtallendorfer Gemeinde das Fest vor der Fatih-Moschee, zu dem Menschen aller Kulturen und Religionen eingeladen waren. „Unser Ziel ist es, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen und einen maßgeblichen Beitrag zur Integration zu leisten“, erklärte Serdar Özsoy, der interkulturelle und -religiöse Beauftragte der Gemeinde im Gespräch mit dieser Zeitung. Ganz wichtig war für den Veranstalter, Offenheit zu zeigen: „Wir möchten nicht nebeneinander leben, sondern ein Mit- und Füreinander fördern“, sagte Özsoy. In Form von Gesprächen wollten die Mitglieder der Gemeinde „Barrieren brechen. Dann ist unser Ziel erreicht“.

Anni Ludwig war am Samstag zum ersten Mal an der Moschee zu Gast. Sie erfuhr davon im Vorfeld durch die Ankündigung des Fests in der Presse. „Ich war neugierig“, gab sie auf die Frage, warum sie gekommen sei, zu erkennen. Im Nachhinein bereute Ludwig ihren Besuch keineswegs: „Die Atmosphäre und das Drumherum hat mir besonders gut gefallen. Und natürlich das türkische Essen“, sagte sich mit einem Lächeln.

Auf dem Gelände der Fatih-Moschee bauten die muslimischen Mitglieder eine Reihe von Ständen auf, an denen die Gäste vom Döner über Salate bis hin zu einigen Süßigkeiten die Gelegenheit erhielten, orientalische Speisen zu sich zu nehmen. Daneben stand eine kleine Bühne, auf der unter anderem die „Ilahi Grubu“ für „religiös geprägte“ Musik sorgte, wie es Özsoy beschrieb.

Für das meiste Aufsehen unter den Besuchern sorgte jedoch der Künstler Dr. Mehmet Refi Kileci. Er präsentierte - zusammen mit einem seiner Assistenten - islamische Kalligraphie und die Kunst der „Papiermarmorierung“.

Dabei zeichnete Kileci mit Pinseln und Metallstiften diverse Muster auf die Oberfläche einer dickflüssigen Lösung und legte anschließend ein Blatt Papier darauf. Die Farben übertrugen sich von der Flüssigkeit auf das Papier. „Unglaublich“, staunten die Zuschauer, als der Künstler das fertiggestellte Marmorpapier in den Händen hielt. Das Marmorpapier wird „Ebru“ genannt.

„Aktuell denken wir über weitere Konzepte nach, wie wir regelmäßige Veranstaltungen mit dem Zusammenkommen verschiedenster Kulturen ausrichten können“, gab Özsoy einen Ausblick für die Zukunft. Das Moscheefest soll jetzt, das steht bereits fest, künftig jährlich stattfinden und ein fester Bestandteil des Veranstaltungskalenders werden.

von Yanik Schick

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