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Mardorfer verteidigen ihren Titel

Stadtpokal Mardorfer verteidigen ihren Titel

Nach den Wettkämpfen der Einsatzabteilungen attestierte Stadtbrandinspektor Stefan Krähling den Amöneburger Feuerwehren einen guten Leistungsstand.

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Die Mardorfer Feuerwehr sicherte sich mit knappen Vorsprung die Stadtmeisterschaft.Fotos: Heinz-Dieter Henkel

Mardorf. Die Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Mardorf hat ihren Heimvorteil genutzt und den Titel bei den Stadtmeisterschaften aller Amöneburger Wehren auf dem alten Sportplatz verteidigt. Nicht ganz zufrieden waren die Brandschützer dabei mit der Resonanz der Zuschauer, die sich in übersichtlichem Rahmen hielt - als überaus positiv bewerteten sie indes ihren Ansatz, bei den Wettkämpfen Erwachsene und Jugendliche an den Start zu schicken.

Die Jugendwehren mussten einen Löschangriff mit drei C-Rohren simulieren. Dabei galt es, verschiedene Hindernisse zu überwinden, zum Beispiel einen Wassergraben, eine Mauer und einen Tunnel. Und das alles unter Beobachtung durch die gestrengen Wertungsrichter, die direkt im Anschluss an die Übung ihre Einwände vortrugen. In die Wertung gingen auch das Knüpfen von Knoten sowie ein Staffellauf ein, bei dem zahlreiche feuerwehrtechnische Aufgaben zu erledigen waren. Am Ende hatte der Rüdigheimer Nachwuchs mit 1400 Punkten die Nase vorne. Auf den Plätzen folgten Mardorf mit 1373 und Roßdorf mit 1341 Punkten.

Mit dem „Absitzen vom Einsatzfahrzeug“ starteten die Erwachsenen in ihre Übung. Danach wurde es dann schon komplizierter: Die Einsatzkräfte mussten einen Wohnungsbrand mit einem „Löschangriff“ unter Kontrolle bringen - mit Atemschutzgeräten als zusätzlichem Gewicht. Anschließend standen eine Personenrettung und ein weiterer Löschangriff von ­einer Steckleiter aus auf dem Programm. Den Sieg sicherten sich erneut die Mardorfer mit insgesamt 85,1 Punkten. Auf den weiteren Plätzen folgten Roßdorf (84,7 Punkte), Erfurtshausen (82,5 Punkte) und Rüdigheim (74,9 Punkte).

Der langjährige Stadtbrandinspektor Stefan Krähling zog am Ende eine positive Bilanz und freute sich über den guten Leistungsstand seiner Wehren.

Leichte Ernüchterung machte sich dann am Nachmittag breit. Die Brandschützer hatten in der Großgemeinde Amöneburg rund 700 Einladungen an Kinder und Jugendliche verteilt, um sie für ihren „Schnuppertag bei der Feuerwehr“ zu begeistern. Letztendlich kamen dann aber nur rund 35 Kinder mit ihren Eltern, um sich über die Arbeit der ehrenamtlichen Einsatzkräfte zu informieren. Sie bekamen zum Beispiel von den Experten demonstriert, wie ein hydraulischer Rettungsspreizer funktioniert - sie konnten sich aber auch selbst an feuerwehrspezifischen Aufgaben versuchen und beispielsweise mit der Spritze Feuer löschen oder viele weitere kleine Aufgaben bewältigen.

„Von der dürftigen Resonanz sind wir echt enttäuscht“, kommentierte Hartmut Weber, der Pressesprecher der Amöneburger Wehren, und sprach seinen Mitstreitern aus der Seele.

von Heinz-Dieter Henkel

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