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Mardorfer setzen sich nun auch europaweit ein

Bürgerengagement Mardorfer setzen sich nun auch europaweit ein

Als Hajo Kaiser seinen 60. Geburtstag feierte, verzichtete er auf Geschenke und ließ sich stattdessen Geld überreichen, das er in ein Ausflugsziel in seinem liebsten Urlaubsort investierte.

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Hajo Kaiser (im Vordergrund) und weitere Mardorfer feierten in Frankreich das Aufstellen des neuen Kreuzes.Foto: Anja Elmsheuser

Mardorf. 477 Meter über dem Meeresspiegel liegt der 67 Einwohner zählende Ort Chateauneuf en Auxois. An einem beliebten Ausflugsziel mit wunderbarer Aussicht steht ein altes, im Jahr 1880 aufgestelltes Holzkreuz, das inzwischen in die Jahre kommen war.

Den sukzessiven Verfall hatten auch einige Mardorfer registriert, die seit mehr als 40 Jahren nach Chateauneuf reisen. Hajo Kaiser beschloss, sich der Sache anzunehmen, verzichtete zu seinem 60. Geburtstag auf Präsente und ließ sich stattdessen Geld schenken, um die Sanierung des Kreuzes zu finanzieren. „Martin Gockel gab der Sache neuen Schwung“, berichtet Kaiser und freut sich, dass Bürgermeister Bernard Jeannin grünes Licht gab. Die Mardorfer machten sich an die Arbeit und fertigten eine getreue Nachbildung des Kreuzes aus Eichenholz an.

Nach der Weihung machte sich die kleine Gruppe unter Begleitung von einem Teil des Mardorfer Blasorchesters der Freiwilligen Feuerwehr, von Fotografin Anja Elmsheuser und den, so Kaiser, „sehr guten Handwerkern“ Manfred Schick und Marco Schrader samt Familien auf nach Chateauneuf. Dort montierten die Mardorfer das neue Kreuz, um dann mit dem französischen Bürgermeister und einigen Bürgern ausgiebig zu feiern.

„Die gute Laune reichte am Abend hin bis zu einem Heiratsantrag“, berichtete Kaiser und berichtete, dass sich das mitgebrachte Mardorfer Brot und die rote Wurst bei den Bürgern Chateauneufs großer Beliebtheit erfreuten. Die Zeitung „Le Bien Republic“ habe sogar gemutmaßt, dass dieses Fest „vielleicht der Anfang einer neuen Städtepartnerschaft“ gewesen sei.

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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