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Marburgerin erreicht das Bundesfinale

Landesentsched der Schäferhunde Marburgerin erreicht das Bundesfinale

Mehr als 400 Zuschauer kamen am Wochenende auf den Sportplatz des TSV Kirchhain. Nicht um die TSV-Kicker anzufeuern, sondern um Nordhessens beste Schäferhunde zu sehen.

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Action auf dem TSV-Sportplatz: Ein Hund verbeißt sich im Unterarm von Guido Pfennig.

Kirchhain. Die Ortsgruppe Kirchhain im Verein Deutscher Schäferhunde richtete die Landesgruppenausscheidung Hessen Nord für Schäferhunde aus. An zwei Tagen wetteiferten Hundeführerinnen und Hundeführer mit ihren Schäferhunden bei der dreiteiligen Vielseitigkeitsprüfung um möglichst gute Ergebnisse.

Aus ganz Nordhessen kamen die 23 Teilnehmer von denen sich die besten fünf für die Bundessiegerprüfung vom 18. bis 21. September in Meppen qualifizierten. Das ist die Prüfung, die im Volksmund Deutsche Meisterschaft genannt wird. Als einzige Hundesportlerin aus dem Landkreis qualifizierte sich Justyna Klare von der Ortsgruppe Marburg mit ihrem Hund Wuk vom Ebsdorfer Grund mit dem hervorragenden zweiten Platz für das Bundesfinale. Einer der beiden Reserveleute für die Bundessiegerprüfung ist der siebtplatzierte Werner Kebernik von der Ortsgruppe Neustadt mit Vero vom Österfeld.

Eine Prüfung dieser Größenordnung bedarf einiger Vorbereitung. Der Vorsitzende der Kirchhainer Ortsgruppe, Patrick Gatzert, stand am Sonntagmittag schwitzend am Grill und sagte schmunzelnd: „Was Sie hier sehen ist das Wenigste.“ Die Hauptarbeit sei im Vorfeld geleistet worden.

Die Anstrengungen wurden nicht zuletzt durch den sehr guten Zuschauer-Zuspruch honoriert: „Ich bin beeindruckt von der Besucherzahl. Ich renne nur rum, um Brötchen, Steaks und Würstchen zu organisieren.“

Tatsächlich waren an beiden Tagen jeweils mehr als 200 Besucher gekommen - aus der Region und aus allen Teilen Hessens.

Regen störte die Hunde

Die Veranstaltung litt am Samstag unter dem Wetter, es gab heftige Regenschauer. „Das gefällt den Tieren ebenso wenig wie den Menschen, die werden lustlos, genau wie bei großer Hitze“, sagte Gatzert dazu. Besonders schlimm ist es bei der Fährtensuche. Pech hatten die Teilnehmer, die nach einem Schauer auf die Fährte mussten, da diese dann für die Hunde nur noch schwer wahrnehmbar ist.

Die Kirchhainer hatten die Organisation gut im Griff und dazu gut 25 Helfer aufgeboten. Als Fährtenbeauftragter zeichnete Henner Menche verantwortlich. Fährtenleger waren Marco Steling sowie Andre Faber. Als Helfer im Schutzdienst fungierten Marco Debus und Guido Pfennig. Gewertet wurde die Prüfung von neutralen Richtern. Pawlos Galanakis bewertete die Fährtenarbeit, Karl Deisenroth die Unterordnung und Uwe Loch den Schutzdienst. Die verteilten nicht nur bis zu 100 Punkte pro Teilprüfung, sondern erklärten auch den Zuschauern das Geschehen.

Bei der Fährtenarbeit muss der Hund eine vorher gelegte Fährte absuchen und fallen gelassene Gegenstände anzeigen. Bei der Unterordnung kommt es auf ein möglichst harmonische Verhältnis Hund-Hundeführer an. Im Schutzdienst geht es vor allem darum, die Wesensfestigkeit eines Hundes zu testen. Das Ziel des Hundes ist es, seine Beute, den stark gepolsterten Ärmel des Helfers im Schutzdienst, zu bekommen.

Ergebnisse: Zur Bundessiegerprüfung fahren: 1. Karl Heinz Fern von der Ortsgruppe (OG) Großalmerode mit seinem Hund Quint von Walshagen. Er erreichte Fährte 100 Punkte, Unterordnung 90 Punkte und Schutzdienst 98 Punkte und siegte mit gesamt 288 Punkten. 2. Justyna Klare (OG Marburg) mit Wuk vom Ebsdorfer Grund (96/91/98 - Gesamt 285 Punkte); 3. Roland Kaufmann OG Hünfeld mit Alli vom dunklen Zwinger (97/88/99/284); 4. Henrike Zipp (OG Großalmerode) mit Yuinn zur Krombach (96/85/96/277); 5. Tobias Weber (OG Hohenroda) mit Eika vom dunklen Zwinger (100/93/86/279).

Die Ergebnisse der übrigen heimischen Teilnehmer: 7. Werner Kebernik (OG Neustadt), 8. Hermann Gimbel (OG Kirchhain), 11. Jessica Schneider (OG Stadtallendorf), 19. Volker Hildebrand (OG Marburg-Ronhausen), 20. Andrea Beyer (OG Marburg-Ronhausen). 20. Dennis Weitzel (OG Stadtallendorf) brach den Wettkampf ab.

von Klaus Böttcher

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