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Mann füllt Lücke beim Frauenverein

Karneval Mann füllt Lücke beim Frauenverein

Vom Bürgermeister im Bett mit Heidi Klum und Helene Fischer über Baustellen in Neustadt bis hin zum Lieblingsfilm aller Frauen: Knapp 200 Frauen ließen es beim Weiberfasching ordentlich krachen.

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Die Garde des Frauenvereins und Vorsitzende Emilia Mann begeisterten die Zuschauer.

Quelle: Karin Waldhüter

Neustadt. „Lasst euch verzaubern heute Nacht, denn die Weiber sind heut an der Macht“, stellte Michaela Gies, Sitzungspräsidentin des Frauenvereins, gleich zu Beginn klar und sorgte gemeinsam mit den Komiteefrauen, der Garde und zahlreichen Ehrengästen, die sich auf der Bühne einen Orden abholten, für einen gelungenen Auftakt.

Vom Bürgermeister im Bett mit Heidi Klum und Helene Fischer über Baustellen in Neustadt bis hin zum Lieblingsfilm aller Frauen: Knapp 200 Frauen ließen es in Neustadt beim Weiberfasching in ordentlich krachen.

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Viele Monate hatte sich die Garde des Frauenvereins auf den Abend vorbereitet. Mit einem schwungvollen Gardetanz und einem „Tanz am Klavier“ setzten die 15 Frauen zwei Glanzpunkte an den Anfang und an das Ende des knapp vierstündigen Programms. Dazwischen gab es Sketche, Tänze und die erste Büttenrede „seit Jahren“.

Närrische Weiber feiern Akteure mit Raketen

Emilia Mann, die Vorsitzende des Frauenvereins, zog fröhlich in den Saal ein und verteilte erst einmal „rezeptfreie Spritzen“, gefüllt mit Hochprozentigem, und plauderte als Neustädter Ärztin „Dr. Wilma Hüftgold“ aus dem Nähkästchen: Von der Stuhlprobe über Brustvergrößerung „kam alles ans Licht - dank der Schweigepflicht“. Um den Redefluss zu gewährleisten, gab sie sich erst einmal selbst eine Spritze, zwar nicht intravenös, dafür aber direkt in den Mund.

So gestärkt nahm sich die Vorsitzende auch VfL-Prinzessin Sabine II. vor. Die habe sich ein Mittel gewünscht, damit ihr Mann wieder so werde, wie er einst war. Entsprechend habe sie ­Viagra in den Kaffee getan - woraufhin „Launi“ sich die Kleider vom Leib gerissen habe. Im VfL-Heim könne man sich nun nicht mehr blicken lassen, berichtete sie, und das Publikum grölt.

Mit Raketen feierten die närrischen Weiber die Akteure lautstark und ohne Zugabe durfte keiner aus dem Saal. Als glitzernde Meerjungfrauen tanzten die Majoretten des Jugendblasorchesters über die Bühne. Die „Luxus Tussys“ vom Frauenverein begeisterten mit Fransenkleid und einem Tanz aus den 1920er Jahren.

Kleine Garde widmet sich dem Dauerthema Baustelle

Einen spektakulären Auftritt zeigte das VfL-Tanzpaar Malte Bürgermeister und Lea Keller. Nach der gelungenen Premiere im vergangenen Jahr sorgte die kleine Garde des Frauenvereins, „die Diamonds“, mit zwei zackigen Tänzen für Stimmung. Als Bauarbeiter thematisierten sie in ihrem Showtanz das Neustädter Dauerthema Baustelle.

Zwei Generationen standen bei der Gruppe „Generation“ auf der Bühne. Gemeinsam zeigten die Komitee-Mitglieder mit ihren Töchtern einen Tanz. Die „Mixed Pickels“ und die VfL-Feuerfunken begeisterten im Schwarzlicht beziehungsweise mit Akrobatik.

Mit dem Thema „Umleitung“ wandte sich der „Jung aus Hessen“ Christoph Grimmel direkt an Bürgermeister Thomas Groll, der mit abgeschnittener Krawatte amüsiert das Programm verfolgte. Grimmel beklagte die Umleitung nach Schwalmstadt.

Bürgermeister im Clinch mit Benjamin Blümchen

Der Bürgermeister liege ja im Clinch mit Benjamin Blümchen - und im Bett mit Heidi Klum und Helene Fischer habe es ein Problem gegeben, denn „er war der Patrick Lindner“, erklärte Grimmel, der auch die „wichtigen Fragen des Lebens“ ansprach. „Darf ich die Cellulite meiner Frau als Hagelschaden melden?“, fragte er und stellte fest, dass das Freudenhaus auf karnevalistisch „Pufftata“ heißt.

„Macht was Verrücktes“, forderte er das Publikum auf: „Stellt die Mülltonne mal einen Tag früher raus und guckt was der Nachbar macht.“

Für Lacher sorgte der Sketch „Patientenwünsche“ mit den Komiteemitgliedern Carina vom Schloß, Sabine Hasselbach, Bärbel Rippel und Gabi Reinhardt. „Es lebe die Medizin“, lautete das Credo des Sketches, den Simone Gies und Yvonne Theißen zeigten. Als „Stan und Olli“ ließen es Bettina Abel und Ute Ruhl mit humorvollen Slapstick-Einlagen zur Musik von „Highway to Hell“ krachen.

Danach schien es kaum noch möglich, die Stimmung zu toppen. Das schafften die „Shit Deppens“ mit einer humorvollen Hommage an „Dirty Dancing“, dem „Lieblingsfilm aller Frauen“, mit einem Tanz zur Musik von „Time of my life“ und die Garde des Frauenvereins mit ihrem „Tanz am Klavier“. Lautstark forderte das Publikum eine Zugabe nach der anderen.

von Karin Waldhüter

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