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Manfred Thierau kontra Werner Hesse

Konflikt Manfred Thierau kontra Werner Hesse

Wie nicht anders zu erwarten, wird Manfred Thierau die neue Fraktion der Bürgerunion Stadtallendorf (BUS) anführen. Im neugewählten Stadtparlament verfügt die BUS über fünf Sitze.

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Manfred Thierau wird auch die Fraktion der Bürgerunion anführen. Archivfoto: Michael Rinde

Quelle: Rinde

Stadtallendorf. Aus dem Stand heraus ist die BUS bei der Wahl am 6. März drittstärkste Kraft im Stadtparlament geworden. Bei ihrer konstituierenden Sitzung hat die Fraktion nach Angaben Thieraus erste Personalentscheidungen getroffen. So soll seine Frau Andrea Grigat-Thierau künftig als Stadträtin die BUS-Interessen im neuzubildenden Magistrat vertreten.

Für sie rückte eigentlich Walter Fuchs nach, der aber aus gesundheitlichen Gründen sein Mandat nicht annehmen werde. Nächster Nachrücker ist damit Daniel Pawelski. Thierau kündigte gegenüber der OP zahlreiche Öffentlichkeitsveranstaltungen an, die seine Fraktion plane. Einzelheiten nannte er noch nicht. Zugleich betont die Bürgerunion, dass sie für Koalitionen oder eine Zählgemeinschaft nicht bereitsteht. Zunächst betonte Fraktionsvorsitzender Thierau, dass die Bürgerunion mit allen Fraktionen im Stadtparlament zusammenarbeiten wolle. Bei Gesprächen mit anderen Parteien, die vor der Konstituierung des Parlaments laufen, werde die Bürgerunion aber auch Forderungen stellen. Welche, das ließ Thierau offen. Bei jenen Gesprächen geht es in Stadtallendorf um Posten und Magistratsgröße. Breiten Raum nimmt in einer Pressemitteilung der Bürgerunion Werner Hesse, der Fraktionsvorsitzende der SPD ein. Der hatte sich gegenüber der Bürgerunion und auch gegenüber Thierau nach der Wahl eindeutig in der OP positioniert. Unter anderem hatte Hesse hervorgehoben, dass es sich bei der Bürgerunion um „den Namen wechselnder Republikaner handelt.“ Thierau reagiert. Es sei nicht dienlich, dass Hesse als Fraktionsvorsitzender ständig versuche, ihn mit diffamierenden Aussagen zu stigmatisieren. „Hesse meidet mich wie der Teufel das Weihwasser“, so Thierau in der Presseerklärung. Als Grund dahinter vermutet er ein Ereignis, das lange zurückliegt: Dass seine frühere Republikaner-Fraktion Hesse als hauptamtlichen Ersten Stadtrat vor 20 Jahren „abgewählt habe“.

Abgewählt wurde Hesse allerdings nie, CDU und Republikaner hatten die Stelle des Ersten Stadtrats seinerzeit vorgeblich aus Spargründen gestrichen.

Hesse selbst reagiert auf Nachfrage dieser Zeitung sehr gelassen. „Herr Thierau nimmt sich selbst zu wichtig“, so sein Kommentar. Mehr als 20 Jahre habe Thierau für die Republikaner im Stadtparlament gesessen und sich bis zum letzten Tag nie von deren politischen Zielen distanziert. Thieraus plötzlichen Richtungswechsel könne ihm keiner plausibel machen.

von Michael Rinde

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