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Manfred Barth und seine Ehefrau verlassen die SPD

Rauschenberg Manfred Barth und seine Ehefrau verlassen die SPD

Auf sieben Seiten haben Manfred Barth und seine Frau Sabine Wagner-Barth erklärt, warum sie nicht länger Mitglieder der SPD sein wollen.

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26 Jahre lang war Manfred Barth Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands.

Quelle: Archivfoto

Rauschenberg. Den Ausschlag gaben die Ereignisse in der Rauschenberger SPD in den vergangenen Wochen und Monaten. Doch das Ehepaar Barth führt grundsätzliche Gründe dafür an, warum es seine bisherige Partei verlassen hat.

Offensichtlich konnten sich beide schon lange nicht mehr mit der SPD auf Bundes- und Landesebene identifizieren. Allein auf vier der sieben Seiten langen Austrittserklärung kritisieren sie das Erscheinungsbild der Sozialdemokratie. Es ist das Bild, das die SPD aus Sicht der Barths spätestens seit der Kanzlerschaft Gerhard Schröders abgegeben habe. Die Liste umfasst ein breites bundespolitsches Spektrum, reicht von der Finanz- bis hin zur Sozialpolitik.

Rücksicht auf den Ortsverein Rauschenberg habe sie bisher vom Austritt abgehalten. Doch für diese Rücksicht sehen beide keinen Grund mehr und führen Vorkommnisse seit der Vorstandswahl im Ortsverein im vergangenen Jahr an, die bis hin zu Diffamierungen, Unterstellungen oder sogar Beleidigungen gegenüber beiden gereicht hätten. Dass es zwischen Ortsvereins-Vorstand, SPD-Fraktion und Bürgermeister Barth schwerwiegende Konflikte gab, wurde zuletzt im April deutlich.

Öffentlich distanzierte sich Barth vom Vorgehen der SPD bei der Kür des neuen Stadtverordneten-Vorstehers. Bei der konstituierenden Stadtverordneten-Versammlung kandidierte SPD-Mann Werner Metke für die Funktion des Vertreters beim Gebietsrechenzentrum. Diesen Posten hatte vorher der Rauschenberger Bürgermeister inne. Barth wusste nach eigener Aussage im Vorfeld nichts von den Plänen seiner bisherigen Partei.

Während jener denkwürdigen Stadtparlamentssitzung gab auch der langjährige Erste Stadtrat Erhard Fitz sein SPD-Parteibuch zurück. Er fühlte sich vom Ortsvereinsvorstand hintergangen.

Die jetzige Entscheidung habe sich kontinuierlich aufgebaut, erklärte der nunmehr parteilose Manfred Barth am Sonntag im Gespräch mit dieser Zeitung – und sie sei weder seiner Frau noch ihm leicht gefallen. „Das steckt uns ganz schön im Fell“, bekannte er.

von Michael Rinde

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