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Manchmal ist‘s sehr einsam

24-Stunden-Schwimmen Manchmal ist‘s sehr einsam

Beim traditionellen 24-Stunden-Schwimmen legten 26 Mitglieder der DLRG 96600 Meter im Mengsberger Rotkäppchenbad zurück.

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Landrätin Kirsten Fründt (Zehnte von rechts) gab den Startschuss.Foto: Klaus Böttcher

Mengsberg. Die DLRG Ortsgruppe Neustadt veranstaltet den Schwimmmarathon bereits seit 1987 und hat in den 29 Jahren dank großzügiger Sponsoren schon viel erreicht. Denn die Sponsoren spenden für jeden geschwommenen Kilometer eine gewisse Summe Geld. So konnte die Ortsgruppe verschiedene Investitionen tätigen, die mit den Mitgliedsbeiträgen alleine nicht umzusetzen wären. Beispielsweise konnte sie so Übungspuppen kaufen oder das Mobiliar im Übungsraum erneuern.

In diesem Jahr möchte die Ortsgruppe ein neues Zelt für Kinder- und Jugendfreizeiten anschaffen. Das Zelt wird aber auch für Katastrophenfälle benötigt. „Wir haben, wie andere, unser Zelt abgegeben an die zentrale Sammelstelle“, berichtete Sven Haude, der Vorsitzende der Ortsgruppe. Die Zelte wurden für die Erstunterbringung von Flüchtlingen benötigt.

Dafür gab es auch Lob von Landrätin Kirsten Fründt, die den Startschuss zum 24-Stunden-Schwimmen gab und den 26 Kindern und Jugendlichen viel Erfolg wünschte.

Ins Wasser stürzten sich nicht nur Mitglieder der DLRG, sondern ebenso einige Kommunalpolitiker. Sie brachten durch ihre Anwesenheit auch zum Ausdruck, dass die Veranstaltung und die Arbeit der DLRG große Anerkennung findet. Neustadts Bürgermeister Thomas Groll bezeichnete die Veranstaltung als etwas Besonderes, schließlich fördere sie auch den Gemeinschaftsgeist. Dass in diesem Jahr auch zehn Lebensretter aus Marburg mitschwammen, zeige, dass sich die Ortsgruppen gegenseitig unterstützten, betonte er.

Das 24-Stunden-Schwimmen ist eine Art Staffelschwimmen, bei dem immer ein Mitglied der DLRG im Wasser ist. Jeder schwimmt 50 Meter, dann ist der Nächste an der Reihe. So wechseln sich fünf Schwimmer einer Gruppe ab, bis eine Stunde vorbei ist. Insgesamt waren vier Gruppen aktiv. „Es sind meist junge Leute im Einsatz, das reicht von 11 bis 30 Jahren“, berichtete Haude. Während es in den Nachtstunden recht einsam zugeht im Hallenbad, ist beim Start und in den Tagesstunden allerhand los, und die Stimmung ist gut. Für die Jüngeren unter den Lebensrettern ist das 24-Stunden-Schwimmen ein großartiges Erlebnis, aber auch eine anstrengende Erfahrung. Denn es ist nicht einfach, nach drei Stunden Schlaf eine Stunde lang im einsamen Hallenbad Bahnen zu schwimmen.

von Klaus Böttcher

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