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Mal als Indianer, mal als Suppenkasper

Frauenkarneval Mal als Indianer, mal als Suppenkasper

13 Auftritte unterschiedlicher Gruppen bestaunten die rund 500 närrischen Weiber am Donnerstagabend in der Stadthalle Stadtallendorf. Zwei prominente Männer wurden an die Bar verbannt.

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Die Flotten Lotten waren unter anderem als Schornsteinfegerinnen im Einsatz auf der Bühne und im Publikum. Kleines Bild: Christian Somogyi hatte seinen ersten weiblichen Auftritt beim Frauenkarneval. Fotos: Jonas Hielscher

Stadtallendorf. Bis kurz vor Mitternacht zog sich das gut arrangierte Programm hin. Die Stimmung war grandios. Zusammen mit den Mädchen der „Flippergarde“ betrat Annemarie Hühn um 19.33 Uhr die Bühne und läutete die Herrschaft der Frauen ein. Die KfD-Vorsitzende, die dieses Jahr zum 39. mal ein Weiberfasching moderierte, hatte zusammen mit den anderen Frauen des KfD St. Michael wieder einmal ein tolles Programm zusammengestellt. Hühn berichtete von mehr als 500 verkauften Karten.

Ganz ohne Männer kamen die Weiber aber doch nicht aus. Deshalb hatten sie sich gleich zwei Prominente geholt: Bürgermeister Christian Somogyi und Erster Stadtrat Otmar Bonacker, perfekt weiblich gekleidet und angekündigt als Bürgermeisterin und Stadträtin, wurden nach einem kurzen Bühnenauftritt an die Sektbar verbannt.

Die Mädchen der Flippergarde stehen alle noch am Anfang ihrer tänzerischen Karriere. Dennoch sind sie genauso professionell wie ihre älteren Vorbilder. Dem Prinzen des FCKK hatten die närrischen Weiber vorsorglich Handschellen angelegt, damit er keinen Unsinn anstellte.

Sowohl die „Dancing Diamonds“ als auch das einzige Funkenmariechen des Abends, Marie-Christin Falker, zeigten tänzerisches Können. Für die musikalische Begleitung und ordentliche Stimmung sorgte die Band „Moskitos“, die schon länger als ein Jahrzehnt beim Weiberfasching dabei ist. Sie bewegten das Publikum nicht nur zum Schunkeln, sonder auch zum Tanzen auf den Tischen und einer Polonäse mit fast allen Anwesenden.

Frauen vom KfD St. Michael traten als „Flotte Lotten“ gleich vier Mal auf. Bei „Omas Weltreise“ präsentierten sich die Frauen als singende Russinnen, Mexikanerin, oder Afrikanerin. Auch die Erzählungen vom „Struwwelpeter“, „Mariechen war alleine zu Haus“ und dem „Suppenkasper“ wurden durch die engagierten Frauen vorgetragen.

Als Schornsteinfeger reinigten die „Lotten“ nicht nur die Kamine auf der Bühne sondern gingen auch durch das Publikum, um mal hintern den Ohren der Anwesenden sauberzumachen. Unter dem Motto „Geiz ist Geil“ räumten die Frauen auf der Bühne einen Modediscounter aus und tanzen zu Liedern, die die Billigpreise anpriesen.

Bei den KfD-Awards traten einige Frauen des KfD als unterschiedliche Künstlerinnen, oderSänger und Sängerinnen auf und wurden anschließend mit einem Preis ausgezeichnet. Heimlicher Sieger war hier „PSY“ mit dem „Gangnam Style“ zu dem die Mädchen von den „Dancing Diamonds“ mit Tops und kurzen Jeans auf die Bühne sprangen, um die im Lied angepriesenen „Sexy Ladies“ zu imitieren.

Eine originale Büttenrede gab es in dieser langen Nacht nur eine: Doris Mann plauderte als „Queen“. Sylvia Ossinger und Regina Kremer, angekündigt als Urgesteine des Weiberfaschings, traten als Prinz und Prinzessin auf. Barbara Matyschik, Ursula Quirmbach und Astrid Schneider, zeigten einen Mönch, der einen Damenrasierer durch den Zoll schmuggelte. Gisela Homburg, Beate Feldpausch und Cornelia Prill traten als „Familie Uneins“ auf.

Die Feuerhexen, mit Frauen unterschiedlichem Alters, zeigten einen Showtanz mit einigen Actioneinlagen. Auch die „Welle Watz Weiber“ waren vertreten.

Kurz vor Mitternacht durften dann noch einmal Männer die Bühne betreten. Die „Kaktusblüten“, ein Männerballett der besonderen Art, punkteten bei den Frauen.

von Jonas Hielscher

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