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Mal Teufel, Mutter oder Thomas Anders

Weiberfasching Stadtallendorf Mal Teufel, Mutter oder Thomas Anders

Es war Weiberfasching mit Klasse, den die KfD St. Michael am Donnerstagabend rund 500 närrischen Frauen und nur ganz wenigen Männern bot.

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Diese drei „Flotten Lotten“ verkörperten den Winter als es auf der Bühne gleich am Anfang um die vier Jahreszeiten ging. Fotos: Michael Rinde

Stadtallendorf. Sie sind ein Phänomen, die „Flotten Lotten“: Verwandlungsfreudig, belastbar und absolut vielseitig präsentierten sie sich in der Stadtallendorfer Stadthalle bei sechs Programmpunkten. Mal als vier Jahreszeiten mit Planschbecken, Snowboard, Weintrauben, dann als Engel und Teufel beim Kampf um eine Seele oder in einer „Schwiegertochter-Castingshow“. Bei letzterer hatte der junge Mann angesichts seiner dominanten Eltern nicht viel zu sagen.

Nach einer Punkerin und exotisch anmutenden Frauen fiel die Wahl dann auf „eine von drüben“. Und wieder ganz anders fiel der Auftritt der "Flotten Lotten" als Quellkartoffeln aus, in Pommes-Form oder Erbsensuppe. Playback zu singen ist eine Kunst, wer sich leichtfertig ohne es zu können darauf einlässt, wirkt schnell peinlich. Dass Laien professionell Playback singen können, zeigte Susanne Görge, die in die Rolle von Schlägerstar Helene Fischer schlüpfte. Später zeigten die "Flotten Lotten" gemeinsam ebenso große Talente bei einem Hitmedley. Dabei erfuhr Thomas Anders eine besondere musikalische Wiederbelebung. Wie in alter Modern-Talking-Zeit prangte die unübersehbarer goldene „Nora“-Kette. Um Beziehungen ging es auch bei einer Szene in einem Fotostudio, wo sich ein Goldhochzeitspaar ablichten ließ und sich einiges zu sagen hatte.

Ausgelassene Stimmung beim Weiberfasching der kfd Stadtallendorf. Rund 500 Närrinnen und nur wenige Narren tanzten und feierten sich durch den Abend. Wieder einmal glänzten die Flotten Lotten von der kfd durch ihre Vielseitigkeit auf der Bühne. Fotos: Michael Rinde

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Die Stimmung beim traditionellen Weiberfasching der Kfd St. Michael war ein Selbstläufer. Im hinteren Teil der Stadthalle wurde so ausgelassen gefeiert, dass Annemarie Hühn als Moderatorin schon mal leicht bremsen musste - auf locker-amüsante Art natürlich. Dass die Stimmung so gut war und sich stetig steigerte, lag auch an den „Moskitos“. Sie trafen den richtigen Ton. Für Annemarie Hühn war dies ein besonderer Abend. Sie wurde ebenso wie Carola Prill für ihr 40-Jähriges auf der närrischen Bühne geehrt.

Es gibt weitere Stadtallendorfer Karnevalsklassiker, die Gastauftritte hatten: Funkenmariechen Marie-Christin Falker, die Prinzengarde wie die Flippergarde vom FCKK, die Welle Watz-Weiber oder die Feuerhexen. Niemand fiel aus der Rolle. Alle Gruppen zeigten eine Show auf hohem Niveau. WM-Feeling kam beim brasilianisch angehauchten Auftritt der Dancing Diamonds auf. „Begnadete Körper“ versprach Annemarie Hühn dann ganz am Schluss. Ja, es war wieder einmal das Männerballett, das viele Frauen dazu brachte, auf den Tischen zu stehen. Die als Seeleute und holde Maiden auftretenden Kaktusblüten mussten nachlegen, sonst wären sie nicht von der Bühne gelassen worden.

von Michael Rinde

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