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Magistrat setzt auf Sanierungslösung

Hochbehälter Josbach Magistrat setzt auf Sanierungslösung

Auf die Stadt Rauschenberg kommt eine neue kostspielige Pflichtaufgabe zu. Das ergab die Untersuchung des Josbacher Trinkwasser-Hochbehälters durch ein Fachbüro.

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Geht es nach dem Magistrat, wird der Josbacher Hochbehälter saniert und nicht durch einen Neubau ersetzt.

Quelle: Florian Lerchbacher

Josbach. In den Hochbehälter war von außen Wasser eingedrungen. Daraufhin hatte die Stadt eine der beiden Trinkwasser-Kammern stilllegen müssen, wie diese Zeitung berichtete. Das umfangreiche Gutachten lag der am Montagabend im Bürgerhaus tagenden Stadtverordnetenversammlung vor. Es bestätigt den Handlungsbedarf. Zur Lösung des Problems haben die Ingenieure der Firma IGS drei Varianten erarbeitet:

  • Sanierung des Hochbehälters
    Gesamtkosten: 250.000 Euro. Haltbarkeit: 40 Jahre. Baukosten pro Jahr: 6250 Euro.
  • Betonneubau
    Gesamtkosten: 370.000 Euro. Haltbarkeit: 50 Jahre. Baukosten pro Jahr: 7400 Euro.
  • Edelstahl-Neubau
    Gesamtkosten: 460.000 Euro. Haltbarkeit: 80 Jahre. Baukosten pro Jahr: 5750 Euro.

Bürgermeister Michael Emmerich (CDU) warb vor dem Parlament für die Sanierungsvariante. Der Zustand des Betons habe sich bei den Untersuchungen als gut und der Hochbehälter als sanierungsfähig erwiesen. „Das ist für einen Ort mit 350 Einwohnern die wirtschaftlichste Lösung“, sagte der Bürgermeister, der mit seiner Familie in Josbach lebt. Auf die Lebensdauer berechnet sei die Edelstahl-Lösung mit 5750 Euro pro Nutzungsjahr vordergründig die wirtschaftlichere Lösung, doch niemand könne sagen, ob sich dies über einen unüberschaubaren Zeitraum von 80 Jahren tatsächlich bewahrheite, sagte der Kämmerer. Er kündigte an, für das Vorhaben 150.000 Euro in den Nachtragshaushalt und 100.000 Euro in den Haushalt einzustellen.

Auf Anregung von Manfred Hampach (FBL) soll sich der Ausschuss Umwelt, Landwirtschaft und Bau noch ein zweites Mal mit der 460.000 Euro teuren Edelstahl-Lösung bei einem Vor-Ort-Termin befassen.

Außerdem fasste das mit nur 17 Stadtverordneten tagende Parlament folgende Beschlüsse:

  • Ortsgericht: Das Stadtparlament wählte den Stadtverordneten Hermann Koch aus Bracht einstimmig zum Ortsgerichtsschöffen. Bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung wurde Gerhard Happel aus der Kernstadt zum stellvertretenden Ortsgerichtsvorsteher gewählt.
  • Bebauungsplan „Zur Seilbach“: Seit 2002 kann das Josbacher Neubaugebiet bebaut werden; noch immer sind fünf Grundstücke frei.

Wie der Bürgermeister erklärte, will der Magistrat das Neubaugebiet durch eine Änderung des Bebauungsplans für Interessenten attraktiver machen. So sollen zweigeschossige Gebäude ebenso möglich sein wie unterschiedliche Dachneigungen und Dachformen. Die Kosten für die Bebauungsplan-Änderung gab Michael Emmerich mit 10.000 Euro an. Zur Gegenfinanzierung werden die Grundstückspreise um zwei Euro pro Quadratmeter angehoben.

Bei einer Enthaltung stimmten die Parlamentarier dem Vorhaben zu.

  • Windenergie: Einstimmig fasste das Parlament den Entwurfs- und Offenlegungsbeschluss zur sachlichen Teiländerung des Flächennutzungsplans für Windenergieanlagen. Damit kann, wie Bürgermeister Michael Emmerich erklärte, im Dezember der Satzungsbeschluss als planungsrechtliche Voraussetzung für den Bau von vier Windrädern auf dem Roten Küppel gefasst werden. Danach blieben dem RP drei Monate Zeit für die Prüfung und Schaffung des Baurechts. Der Baubeginn könne Mitte 2016 erfolgen.

von Matthias Mayer

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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