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Aktionstag

Luftballons und deutliche Worte

"Jetzt reicht´s - Kinderrechte ins Grundgesetz" hatten Schüler ihren Aktionstag betitelt. "Die Botschaft ist angekommen", freute sich Mitorganisator Mubarik Sabir nach der Veranstaltung.
Am Ende der  Demonstration schickten die Teilnehmer Luftballons in den Himmel, um Zeichen zu setzen. Foto: Karin Waldhüter

Am Ende der Demonstration schickten die Teilnehmer Luftballons in den Himmel, um Zeichen zu setzen. Foto: Karin Waldhüter

Stadtallendorf. Rund 200 Teilnehmer waren am Samstag zu dem Aktionstag in die Georg-Büchner-Schule gekommen. Eine Zahl, die die Organisatoren am Ende des Tages zufrieden aussehen ließ. „Wir wollen mit dem Aktionstag auf die Kinderrechte aufmerksam machen und die Leute dazu bewegen sich für Kinderrechte einzusetzen“, erklärte Pressesprecher Mubarik Sabir die Ziele der Gruppe (die OP berichtete) und wertete die Veranstaltung als vollen Erfolg.

Insgesamt 86 Teilnehmer verzeichnete der Demonstrationszug für Kinderrechte, der am späten Nachmittag beim Aufbaugebäude mit einer eindrucksvollen Luftballonaktion den ereignisreichen Tag beendete. Flankiert von zwei Polizeifahrzeugen forderten die Demonstranten, ausgerüstet mit Plakaten und einem Megaphon, lautstark die Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz. An der Demonstration nahm auch Bürgermeister Christian Somogyi teil. Hinter dem Namen „Fight for Rights“ verbergen sich acht Schüler der Klasse G 10a im Alter von 15 bis 17 Jahren: Svenja Zimmer, Alina Morneweg, Gökce Cakmak, Deniz Yüzgülen, Chiara Albuquerque, Silvia Guidotti, Julian Schneider und Schulsprecher und Pressesprecher der Gruppe Mubarik Sabir. Die Veranstaltung, die als Beitrag des UNICEF-Wettbewerbs „Juniorbotschafter 2015“ stattfand, hatten die Schüler in Kooperation mit der Georg-Büchner-Schule, der Stadt Stadtallendorf und dem Landkreis auf die Beine gestellt und dafür vielfaches Lob erhalten. Mit einer Podiumsdiskussion mit lokalen Politikern, einem Unterhaltungsprogramm für Kinder mit Zauberer Michael Stern, einem Fußballturnier, einem Kinderbasar sowie Auftritten der Theaterklasse der Georg-Büchner-Schule zum Thema Kinderrechte und des Kinderchors aus Erksdorf und dem abschließenden Demonstrationszug für Kinderrechte unterstrichen die Organisatoren ihre Forderung mit einem vielseitigen und abwechslungsreichen Programm.

Bereits vor 25 Jahren hatte die deutsche Regierung den Kinderrechten zugestimmt, sie jedoch nicht im Grundgesetz verankert. Daran erinnerten Alina Morneweg und Svenja Zimmer, die durch den Nachmittag führten und die Veranstaltung in der Aula eröffneten. „Mit einer Aufnahme im Grundgesetz sind Kinderrechte vor Gericht einklagbar und haben automatisch mehr Gewicht und Durchsetzungsfähigkeit“, erklärten die beiden Schüler.

Großes Lob für die Organisatoren

Kinder sollten das Recht haben ohne Gewalt aufzuwachsen, gleiche Bildungschancen und eine sichere Kindheit haben, forderten sie. „Außerdem müssen Elternrechte dort enden, wo sie nicht zum Wohle der Kinder beitragen. Kinder sollten ihre Rechte kennen und sich trauen etwas zu sagen“, erklärten sie. Die Moderatorinnen baten um Unterstützung für ihre Online-Petition. Mit einem großen Lob für die Organisatoren begann Bürgermeister Christian Somogyi sein Grußwort. „Wir sind stolz auf Euch und darauf, wie Ihr Euch für andere einsetzt“, sagte er. „Schauen Sie nicht weg“, erklärte Somogyi mit Blick auf Kinderarbeit und forderte einen bewussteren Umgang als Verbraucher.

Toll sei, dass eine Gruppe von acht Menschen es inhaltlich und organisatorisch vollkommen selbstständig geschafft habe, dass Kinderrechte ein Thema an der Schule geworden seien, betonte Schulleiter Urban Sersch. „Wir brauchen solche Kinder wie Euch, damit das Bewusstsein geschaffen wird, dass etwas getan werden muss“, erklärte der Kreistagsvorsitzende Detlef Ruffert. Gemeinsam mit Renate Oberlik, der Vorsitzenden des Kinderschutzbundes Marburg, Prisca Priebe, der Vorsitzenden von UNICEF Marburg, dem CDU-Fraktionsvorsitzenden Hans-Georg Lang und dem Fraktionsvorsitzenden der SPD Werner Hesse nahm Ruffert an der anschließenden rund 40-minütigen Podiumsdiskussion teil, die übereinstimmend endete. „Wir haben uns sehr gefreut, dass alle Politiker, Experten und Vorsitzende, unabhängig ihrer Partei und Organisation unsere Forderung vertreten haben“, erklärte Mubarik Sabir nach der Veranstaltung. Das spiegelte auch die Meinung der Besucher wider, die sich von ihren Plätzen erhoben hatten, um so ihre Meinung kundzutun.

von Karin Waldhüter


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