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Lola kämpft um Club "Funny Bunny"

Kolping-Theater Lola kämpft um Club "Funny Bunny"

Die Besucher der Theaterabende der Kolpingfamilie Anzefahr erlebten hervorragende Leistungen der Laiendarsteller rund um gestohlene Diamanten und die Rettung eines Nachtclubs mit.

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Unter den Augen von (v. rechts) Hugo und Eddi Müller, Tänzerin Sonja und Lola Leppert prüft Hehler Heinz Häfel die Qualität der gestohlenen Diamanten. Kleines Foto: Kommissar Ernst Bissig lässt sich von Lola Leppert verführen. Fotos: Alfons Wieber

Anzefahr. An drei Tagen hintereinander bereiteten die Laienschauspieler der Anzefahrer Kolpingsfamilie am Wochenende ihren Mitbürgern und Fans jeweils drei unbeschwerte Theaterstunden. Die Darsteller führten die Komödie „Liebesaus im Freudenhaus“ in drei Akten auf. Sie stammt aus der Feder von Reto Gmür. Bereits zum 22. Male führte die Anzefahrer Kolpingfamilie ein Theaterstück auf. Das aktuelle Stück war von Spielleiterin Monika Gutbrod perfekt auf die Anzefahrer Verhältnisse und die Charaktere der Laienschauspieltruppe angepasst worden.

Eduard (Eddi) Müller (Achim Gutbrod) und sein tollpatschiger Bruder Hugo (Heiko Michel) sind nach einem Einbruch auf der Flucht vor der Polizei und verstecken sich im Nachtclub „Funny Bunny“, welcher Lola Leppert (Klara Botthof), einer alten Freundin von Eduard, gehört. Obwohl Eduard seine Freundin Lola seinerzeit unter unrühmlichen Umständen verlassen hatte, versteckt sie die beiden Brüder vor der Polizei.

Als Lola und ihre beiden Tänzerinnen (Laura Winter und Kristina Martyn) erfahren, was die zwei Einbrecher bei dem Bruch erbeutet haben, beginnt für sie der Ärger erst recht. Lola ist hoch verschuldet und muss womöglich bald ihren Club aufgeben. Sie sieht in der auf die beiden Einbrecher ausgesetzten Belohnung eine gute Gelegenheit, ihre finanziellen Probleme auf einen Schlag loszuwerden.

Am Ende wird wieder alles gut

Neben Lola sind auch noch weitere Personen an der Beute interessiert: Eine geldgierige Tänzerin, ein dienstbeflissener Polizeikommissar (Winfried Bauerbach) und ein schmieriger Ex-Sträfling (Stefan Mönninger) mit Beziehungen zur Unterwelt.

Am Ende klärt sich wie immer alles auf. Die bei dem Einbruch erbeuteten Diamanten können ihrer rechtmäßigen Besitzerin zurückgegeben werden. Polizeikommissar Ernst Bissig (Winfried Bauerbach) kann mit der Ergreifung der beiden Täter glänzen und auch für Lola Leppert und Eddi Müller (Achim Gutbrod) gibt es ein Happy End.

Alle Schauspielerinnen und Schauspieler beherrschten ihre Rollen perfekt. Sie verstanden es in exzellenter Weise in jedem einzelnen Dialog mittels köstlicher Wortspielereien und nicht minder aussagekräftiger Gestik und Mimik einen komischen Höhepunkt nach dem anderen zu bieten. Es gab häufig Szenenapplaus. Bei der sicheren Textbeherrschung der Amateurmimen brauchte die Souffleuse Susanne Ziegler, die neben Laura Winter, Kristina Martyn, Simone Bonacker und Heiko Michel auch zum ersten Mal mit dabei war, fast nie einzugreifen.

Eine glänzende Leistung bot Klara Botthof, die zum zweiten Mal mit dabei war. Perfekt geschminkt und gestylt stand sie in fast allen Szenen auf der Bühne und präsentierte sich als eine wahre Verwandlungskünstlerin. Große Lacherfolge erzielten außerdem vor allem Stefan Schüßler als schussliger und transusiger Wachtmeister Spuler, Heiko Michel als stotternder und schüchterner Mitganove Hugo, der am Ende die Diamanten verschluckte, sowie Urgestein Achim Gutbrod in seiner Verkleidung als angebliche Schwester von Lola Leppert.

von Alfons Wieber

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