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Linksabbiegen wird verboten

Nach Verkehrsversuch: Linksabbiegen wird verboten

Bis zum 6. Oktober hat die Stadt Stadtallendorf nach Möglichkeiten gesucht, wie sich der Verkehr an der Einmündung Warthestraße/Ferrero-Umgehung anders verteilen lässt.

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Ein Fahrbahnteiler hat beim Verkehrsversuch das Linksabbiegen aus der Warthestraße verhindert. Archivfoto:Rinde

Stdtallendorf. Sobald die letzten eher technischen Voraussetzungen geprüft sind, wird die Verkehrsführung an der Einmündung der Warthestraße/Kreisstraße 92 (Ferrero-Umgehung) abermals geändert. Dann allerdings, so hofft es Bürgermeister Christian Somogyi (SPD) zumindest, endgültig. Dann wird ein Fahrbahnteiler das Linksabbiegen aus der Warthestraße auf die Kreisstraße 92 oder umgekehrt von dort in die Warthestraße hinein unmöglich. Als Fahrbahnteiler sollen allerdings keine Betonelemente wie beim Verkehrsversuch verwendet werden. Die Stadt denkt dabei an kleine „Hütchen“ wie sie auch auf der Bahnhofstraße in Höhe eines Einkaufsmarktes im Einsatz sind. Jene „Hütchen“ will die Stadt auf einer Länge von 120 Metern anbringen.

Damit, so denkt Somogyi, hat die Stadt ihre Zusagen bei einem Vergleich vor dem Verwaltungsgericht erfüllt. Dort hatte ein Ehepaar aus dem DAG-Gebiet wegen der gestiegenen Verkehrsbelastung geklagt. Die Stadt hatte sich bereiterklärt, dafür zu sorgen, dass sich der Verkehr künftig zwischen der Einmündung Warthestraße und dem nahem Kreisverkehr gleichmäßiger verteilt.

Dazu hatte es zwei Verkehrsversuche samt entsprechender Zählungen gegeben (die OP berichtete mehrfach). Beim ersten Versuch hatte die Stadt die Warthestraße zur Einbahnstraße gemacht. Das Abbiegen von der Ferrero-Umgehung in die Warthestraße hinein wurde dabei unterbunden. Im zweiten Versuch wurden besagte Fahrbahnteiler aufgebaut.

Das Ergebnis: Bei der gewohnten Variante mit „freier Fahrt“ nutzen 70 Prozent aller Autofahrer die Einmündung Warthestraße bei Fahrten aus dem DAG-Gebiet, nur 30 Prozent den Kreisverkehr.

Bei der erprobten Einbahnstraßenregelung fuhren 80 Prozent der Autofahrer über den Kreisverkehr, 20 Prozent verließen das DAG-Gebiet über die Warthestraße. Beim Versuch mit dem Linksabbiege-Verbot durch feste Fahrbahnteiler fuhren 60 Prozent der Fahrzeuge über den Kreisel, 40 Prozent über die Warthestraße. Da das Linksabbiegeverbot einer ausgewogenen Verkehrsverteilung am nächsten komme, habe er sich dafür entschieden, erklärt Somogyi. Als Bürgermeister ist er zugleich städtische Verkehrsbehörde. Die Entscheidung habe er vorher mit der Verkehrsbehörde des Kreises, der Polizei und dem Rechtsanwalt der Stadt abgestimmt. „Ich will keine weiteren Klagen“, betont er. Jetzt prüft die Straßenmeisterei noch, ob die geplante „Hütchen“-Lösung keine Probleme für Schneeräum-Fahrzeuge bedeutet.

Ob die künftige Verkehrsführung bei der Anbindung des DAG-Gebietes tatsächlich ohne Widerspruch bleibt, darf bezweifelt werden. Beim sozialen Netzwerk Facebook hatte es während der Verkehrsversuche deutliche Worte dazu gegeben, besonders zum jetzt beschlossenen Linksabbiegeverbot.

von Michael Rinde

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