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Liebe Leute,

Ortsdiener Karl Liebe Leute,

draußen war der Boden gestern weiß, im Büro der Jungs von der Stadtallendorfer Redaktion braun. Zumindest ein bisschen.

Schuhabdrücke zogen sich bis zum Schreibtisch des sonst meist fröhlichen Kollegen Leuchtenbäumler, der mit einer schlechten Laune aufwartete, auf die manch ein Griesgram stolz gewesen wäre. Doch er war nicht einfach nur so mies drauf: Auf einem Acker bei Erksdorf hatte er einen riesigen Schwarm Kraniche entdeckt. Flugs stellte er sein Auto am Straßenrand ab, um ein Foto des beeindruckenden Schauspiels zu schießen. Dann fielen ihm seine Mitmenschen ein: Um den Verkehr nicht zu behindern, entschloss er sich, ein paar Meter auf einen Feldweg zu fahren und dort zu parken.

Ein nahezu heldenhaftes Ansinnen. Die Ausführung war jedoch stümperhaft, denn unter der weißen, glatten Schneedecke befand sich die Ackerfurche. Das Auto landete mit zwei Reifen darin, setzte auf und blieb stecken.

Also pilgerte der Leuchtenbäumler auf der Suche nach Hilfe nach Erksdorf, wo er auf Triers Reiner traf. Der Betreiber der Biogasanlage und Vollerwerbslandwirt besitzt zum Glück einen großen Traktor, den er flugs in Bewegung setzte und den Karren aus dem Dreck zog. An dieser Stelle sei noch einmal Danke gesagt, schließlich wäre der Arbeitsplatz des Kollegen sonst wohl leer geblieben.

Ach ja, ein Foto hat der Leuchtenbäumler trotzdem noch geschossen. Das seht Ihr dann morgen auf Seite 2 des Oberhess. Muss wahrscheinlich nicht erwähnen, dass die Vögel reißaus nahmen, als der Unglückswurm des Tages seine Kamera zückte. Ein paar konnte er aber dennoch festhalten - also bildlich, und keinesfalls wörtlich.

Ihr könnt Euch drauf freuen. Bis morgen dann, und nix für ungut,

Euer Ortsdiener Karl

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