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Liebe Leute,

Ortsdiener Karl Liebe Leute,

wer sich ehrenamtlich engagiert, dem kann man ja noch ein bisschen mehr aufhalsen. Ein Gedanke, der leider viel zu oft in unserer Gesellschaft zum Tragen kommt - wobei gerne vergessen wird, dass auch die engagierten Menschen irgendwann mit ihrer Kraft am Ende sind.

So auch im so schönen alten Dorf der so jungen Stadt im Grünen. Dort kümmert sich Kloses Doris liebevoll um streunende Katzen. Die alten füttert sie, die jungen, die sich noch sozialisieren lassen, bringt sie ins Tierheim. So wie jetzt erst wieder.

Irgendwer hatte ein kleines Kätzchen aus seinem Auto rausgeworfen und sich selbst überlassen. Eine Seniorin hat‘s gesehen und das Mädel aktiviert, um sich um das Tierchen zu kümmern.

Naja, das Mädel brachte es an Doris‘ Futterstelle - was die Doris zum einen freut, weil die junge Frau nicht wegschaute und die Katze nicht einfach ihrem Schicksal überlassen wurde. Zum anderen hätte Doris es in Zukunft aber auch ganz gerne, mal gefragt zu werden, bevor ihr neue Patienten aufgedrückt werden.

Doch darum geht‘s eigentlich nicht. Es ist eine Schweinerei, Tiere einfach auszusetzen. Kann ja noch verstehen, wenn man nicht klarkommt und es für Mensch und Tier besser ist, die Verbindung wieder zu lösen. Aber dann doch bitte mithilfe eines Tierheims.

Die Doris jedenfalls hofft, dass es jemanden gibt, der gesehen hat, wer das Kätzchen aussetzte. Wer also Hinweise zu dem Auto hat: Immer her damit.

Und nix für ungut,

Euer Ortsdiener Karl

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