Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 3 ° Regen

Navigation:
Lichterkunst vereint sich mit Trommeln

Kulturspektakel Lichterkunst vereint sich mit Trommeln

Trommelschläge durchbrachen weithin hörbar die Nacht, tausende bunte Lichter flackerten im Wind und rund 350 Besucher feiertenn am Samstag in der Schlossruine mit Wunderkerzen begeisternde Chorbeiträge.

Voriger Artikel
Sommerfarben erstrahlen im Rathaus
Nächster Artikel
"Time warp" in Strapsen

Aus über 1600 bunten Lichtern hatte die Vereinsgemeinschaft Erfurtshausen das Ortswappen des Amöneburger Ortsteils gestaltet. Rechtes Bild: Ansteckende Freude vermittelteten die Projektkurse der Stiftsschule bei ihrem Auftritt. Fotos; Karins Waldhüter

Amöneburg. Mystisch waberte Nebel durch die Dunkelheit. Tanzende Lichter tauchten den steinernen Turm abwechselnd in ein rotes, blaues oder gelbes Licht. Hunderte Besucher scharten sich um den Veranstaltungsort und legen ihre Köpfe in den Nacken. Wie von Geisterhand gesteuert zerriss plötzlich der erste Ton die Stille. Werner Eismann warf noch einen Blick auf Michael Walter, dann begann das Schlagzeugspektakel.

Die Lichtershow, verbunden mit 20 Trommeln, einer Bassgitarre, einem Becken und einem Drum-Pad vor der Kulisse des Turms - auf einem zweistöckigen Gerüst - war spektakulär, immens aufwendig, hatte es so noch nicht gegeben und stammte von Werner Eismann. Alle Trommeln waren mit Mikrofonen abgenommen, Bruder Gerhard Eismann übernahm das Mixen, Alexander Pöltl war für die Lichteffekte zuständig.

Erst gut zweieinhalb Stunden vor Beginn der Aufführung war der Aufbau fertig geworden. Im Vorfeld hatte Werner Eismann ein Arrangement für zwei Intro-Stücke komponiert und im Studio auf CD aufgenommen. Der Auftritt sei körperlich „super anstrengend“, berichtete er im Gespräch. Das Stück besteht aus mehreren Teilen, dazwischen werde viel improvisiert, verriet der Musiker. Nach knapp zwanzig Minuten war alles vorbei. Man hörte erste Zugabe-Rufe, dann folgte Applaus. Die Meinungen der Besucher gingen anschließend etwas auseinander. Sandra Gnau und Armin Rodelbronn fanden es war eine „bombastische Show mit tollen Lichteffekten“, andere Besucher hatten mehr von dem Auftritt erwartet und zeigten sich etwas enttäuscht.

An diesem Abend gab es aber nicht nur „Drums & Lights“ am Turm, sondern auch ein Lichterfest auf dem Schlossgelände und ein begeisterndes Chorkonzert des Gemischten Chores Tafelrunde 1879 Amöneburg, des Projektchores der Tafelrunde Amöneburg und der Chorkurse der Jahrgangstufen 5 und 6 der Stiftsschule. Jürgen Pöschl hatte die Leitung des Konzerts übernommen.

Projektchor gestaltetein furioses Finale

Mit viel Wissenswertem führte Moderator Dr. Paul Lang unterhaltsam durch den Abend. Mit überspringenden Rhythmen begeisterten die Chöre mit Liedern zum Mitsingen, mitswingen oder schunkeln. Höhepunkt war der Auftritt der Chorkurse 5 und 6 der Stiftsschule. Mit ansteckender Freude am Singen begeisterten die Schüler mit „An Tagen wie diesen“ von den Toten Hosen oder „A thousand Years“ von Christina Perri. Mit Beginn der Dunkelheit beleuchteten stimmungsvoll Fackeln das Gelände. Die Besucher feierten mit Wunderkerzen die Sänger auf der Bühne. Mit einem weiteren Höhepunkt gestaltete der Projektchor der Tafelrunde das Finale mit musikalischen Highlights aus fast 60 Jahren Rock und Pop. Michaela Graff unterlegte die Musik mit textlichen Passagen. Ohne Zugabe durften die Sänger nicht von der Bühne. Aus rund 6000 bunten Kerzenlichtern hatten Mitglieder aus 8 Vereinen beeindruckende Lichter-Kunstwerke gestaltet. Trotz Windes sorgten die Vereinsmitglieder ständig dafür, dass ihre Lichter-Kunstwerke nicht vorzeitig ausgeblasen wurden.

von Karin Waldhüter

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr