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Lernen mit Spaß und Perspektive

Projektprüfungen Lernen mit Spaß und Perspektive

Elf Schüler der 5. SchuBKlasse – Lernen und Arbeiten in Schule und Beruf – legten jetzt an der Alfred-Wegener-Schule erfolgreich ihre Projektprüfungen ab.

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Martina Hennig (links) erläutert vor (von links) dem Sozialpädagogen Michael Debus, Mathelehrerin Katharina Schmidt und Klassenlehrerin Irmela Beuermann das Buch „Die kleine Raupe Nimmersatt“ und zeigt dazu Bilder von Kindergartenkindern.

Quelle: Karin Waldhüter

Kirchhain. Die fünfzehnjährige Martina Hennig ist aufgeregt, doch vor Beginn der Prüfungen auch optimistisch. „Ich schaffe das“, sagt sie selbstbewusst während sie noch vor der Tür wartet. Gemeinsam mit ihren zehn Mitschülern absolvieren die Prüflinge heute bereits ihre vierte Projektprüfung, und Martina fühlt sich gut vorbereitet.

Die Besonderheit der SchuB-Klasse liegt jedoch nicht nur in den Projektprüfungen. Zwei Schuljahre lang besuchen die Schüler an zwei Tagen der Woche für jeweils ein halbes Jahr einen Betrieb. Jedes Praktikum endet dann mit einer Prüfung. Während der einzelnen Praktika erhalten die Schüler Einblicke in die unterschiedlichsten Berufsfelder. Martina Hennig haben die unterschiedlichen Praktika, zunächst in einem Altersheim, dann in einer Bäckerei und anschließend in zwei Kindergärten, bei der beruflichen Entscheidungsfindung sehr geholfen. „Ich weiß jetzt, dass ich einmal Erzieherin werden will“, sagt sie. Dafür muss sie, nachdem sie die SchuB-Klasse mit dem Hauptschulabschluss beenden wird, erst einmal den Realschulabschluss machen. Den will sie auf der Käthe-Kollwitz-Schule in Marburg machen, auch das weiß sie genau.

„Oft ist Schulmüdigkeit der Grund warum sich Schüler für den Besuch der SchuB-Klasse entscheiden“, berichtet Klassenlehrerin Irmela Beuermann, die gemeinsam mit der Leiterin der Hauptschule, Bettina Hühn-Lemmrich, Mathelehrerin Katharina Schmidt und Sozialpädagoge Michael Debus die Prüfungen leitet. „Innerhalb der SchuB-Klasse entdeckten die Schüler dann ihre Stärken, die sie wieder selbstsicherer machen“, erläutert Beuermann. „Der Spaß an der Schule ist wieder da“, sagt sie. Die Schüler wüssten jetzt, dass es für sie Perspektiven gebe. Vor dem Prüfungsausschuss stellt Martina Hennig zunächst den Betrieb, ihre Aufgaben und den Tagesablauf in der Kindertagesstätte „Alsfelder Straße“ vor. Ihr Thema: „Das Aufnehmen und Malen von Geschichten“. Dazu stellt sie drei Kinderbücher vor und präsentiert die dazu entstandenen Zeichnungen der Kinder. Danach beantwortet sie die Fragen zu dem Thema. Zu ihrer Unterstützung ist Erzieherin Claudia Bubenheim von der Kita „Alsfelder Straße“ während der Prüfung mit dabei. Bis zur Notenverkündung muss Martina aber draußen warten. Am Ende erhält die Schülerin eine Bewertung, der sie zustimmt und mit der sie zufrieden ist. „Die Schüler entwickeln sich während sie die SchuB-Klasse besuchen unheimlich weiter“, erklärt Sozialpädagoge Michael Debus. Zudem erführen die Schüler während dieser Zeit eine optimale Förderung.

von Karin Waldhüter

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