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Lecker, lustig, lebensfroh

Mittagstisch Lecker, lustig, lebensfroh

Nach dem Vorbild des Mardorfer Schwestern-hauses soll in Roßdorf ein Mittagstisch entstehen. "In Gemeinschaft schmeckt es einfach besser", betont Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg.

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Der Mittagstisch im Schwesternhaus in Mardorf stößt bei den Senioren auf hervorragende Resonanz. In Roßdorf soll ein ähnliches Angebot entstehen.Archivfoto: Florian Lerchbacher

Roßdorf. „Der Mittagstisch im Mardorfer Schwesternhaus ist ein Erfolgsmodell. Zahlreiche Senioren bezeichnen ihn als wunderbare Sache“, sagt Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg und hofft, dass sich das Konzept auch auf Roßdorf übertragen lasse. Allerdings kommt die Initiative diesmal nicht aus der Bürgerschaft sondern vom Stadtoberhaupt, der für das Projekt den Seniorenbeirat und die Sozialeinrichtung AurA ins Boot holte.

Nun werden noch Freiwillige gesucht, die das Projekt unterstützen. Aus diesem Grund findet heute um 19 Uhr in den Sternstuben ein Informationsabend statt. In einem Konzeptpapier nennt AurA-Leiter Hans Loock die Voraussetzungen für Helfer: Sie sollten neugierig sein und Humor sowie ein offenes Ohr für Menschen haben: „Wer gerne mit Menschen zusammen ist und keine Scheu vor leichter Küchenarbeit hat, passt perfekt zum Angebot.“

Aufgabe sei es, den Aufenthalt während des Mittagstischs in den Sternstuben so gemütlich und unterhaltsam wie möglich zu gestalten - ein schön dekorierter Tisch sei genauso wichtig wie freundliche Worte. Kochen müssen die Helfer nicht - das Essen soll ein Lieferservice bringen. Ziel sei es, dass sich die Senioren wohl fühlten, aus dem Alltagstrott und ihren Häusern herauskämen und die Gesellschaft anderer Menschen genössen, hebt Richter-Plettenberg hervor: „Wir möchten Nähe erzeugen, die Gemeinschaft fördern und so für ein Stück mehr Lebensqualität sorgen.“

„In der offenen Altenarbeit zeigt sich immer mehr, dass es längst nicht mehr eine homogene Gruppe der sogenannten Älteren gibt, sondern mindestens drei Generationen mit sehr unterschiedlichen Bedürfnissen, Wünschen und Möglichkeiten. Der Mittagstisch ist daher bestens geeignet eine Verbindung zwischen den Teilnehmern zu schaffen“, glaubt Loock. Zudem könne durch das Angebot ein lebendiger Treffpunkt in der Ortsmitte kreiert werden. „In Gemeinschaft schmeckt es besser“, ergänzt der Bürgermeister und erklärt, dass es nicht darum gehe, sich wie im Restaurant zu fühlen und sich bedienen zu lassen, sondern den Kontakt mit den Mitmenschen zu pflegen.

Der Roßdorfer Mittagstisch soll natürlich auch keine Konkurrenz für das Mardorfer Angebot sein. Gibt es im Schwesternhaus im größten Amöneburger Stadtteil dienstags und donnerstags Essen für Senioren, so planen die Roßdorfer selbiges für Mittwoch und Freitag. Um 11.30 Uhr werden die Pforten der Sternstube geöffnet, um 12 Uhr kommt das Essen auf den Tisch - doch zunächst müssen sich heute Abend in paar Helfer finden.

von Florian Lerchbacher

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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