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"Leana" und "Magica" verzaubern

Akrobatiktheater "Leana" und "Magica" verzaubern

Clowns, Zauberer und kleine Akrobaten unterhielten am Freitagabend und am Sonntagnachmittag ein großes Publikum mit "Leanas Traum". Mehr als 100 Grundschüler standen auf der Bühne.

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Beim großen Finale werben die jungen Darsteller für eine „Kultur des Willkommens“.

Quelle: Alfons Wieber

Stadtallendorf. Ein bühnenreifes Show- und Unterhaltungsprogramm boten die Schüler der Stadtallendorfer Grundschule II (Süd- und Waldschule) bei den Aufführungen des Akrobatiktheaters „Leanas Traum“ in der Sporthalle der Südschule.

Bei den Vorstellungen am Freitagabend und am Sonntagnachmittag waren die jeweils 300 verfügbaren Plätze restlos besetzt. Alle Gastredner lobten übereinstimmend das große Engagement von Kindern, Projektbetreuern, Lehrern und Schulleitung sowie die Unterstützung durch die Eintracht Stadtallendorf, die Stadt und Sponsoren. „Wir sind unheimlich stolz darauf“, sagte Bernt Klapper vom Vorstand des Fördervereins der Grundschule II.

Das aus einer Idee und Geschichte von Gerhard Bitterwolf stammende, mit Spielszenen und Liedtexten von Angela Krüger gestaltete und von Silke Wolf in allen Bereichen koordinierte und bis ins letzte Detail geplante und organisierte Stück erzählt die Geschichte von Prinzessin Leana und ihrer Freundin, dem Zirkusmädchen Magica.

Das Zirkusmädchen besitzt die Gabe, den Menschen das Staunen zu schenken. Als der Zirkus über Nacht aus der Königsstadt verschwindet, ist Leana verzweifelt. Sie begibt sich auf die Suche nach ihrer Freundin und begegnet dabei einer bunten und aufregenden Welt mit Akrobaten, Clowns, Zauberern, Tänzern und Musikern. Endlich findet Leana das Zirkusmädchen Magica wieder und erfährt, warum der Zirkus aus der Königsstadt fliehen musste. Das Stück „Leanas Traum“ sehen Schulleiterin Elfriede Wollmer und der Vorsitzende des Fördervereins, Gerhard Bitterwolf als einen Beitrag zu einer Kultur des Willkommens, die an einer Schule mit hohem Zuwandereranteil und einer wachsenden Anzahl von Kindern aus Flüchtlingsfamilien von besonderer Bedeutung ist. Dies wurde auch durch das am Ende gezeigte Plakat „Alle sind willkommen!“ deutlich.

Fast zweistündiges Programm mit 100 Kindern

Die aufwändige Inszenierung orientierte sich am Vorbild des fantastischen Erzählzirkus. An dem fast zweistündigen Programm wirkten etwa 100 Kinder aus den Arbeitsgruppen (AG)Akrobatik, Musik, Clownerie, Zaubern, Trommel- und Mundharmonika, Tanz und Kunst sowie der Schulchor mit. Viele Monate hatten sich die Kinder zusammen mit ihrem Betreuerteam auf die Aufführungen vorbereitet. Mitglieder der Kunst-AG hatten Bilder gemalt, Teile des Bühnenbildes waren im Werkunterricht entstanden.

Auch die farbenprächtigen Kostüme waren in mühevoller Arbeit mit Elternunterstützung genäht worden. Deutlich spürbar war die Begeisterung der auf der Bühne oder an den Turngeräten agierenden Kinder, die sich während der Aufführung in immer stärkerem Maß auf die Zuschauer übertrug. Wie ein guter Geist dirigierte und unterstützte Gerhard Bitterwolf „seine Kinder“ am Trapez, an den Seilen oder auf der Bühne und animierte sie immer wieder zu kaum möglich scheinenden artistischen oder tänzerischen Glanzleistungen. Die Begeisterung der Kinder zu dem Gezeigten wurde auch dadurch deutlich, dass sich die Turn- und Akrobatikvorführungen während der Pause auf den Spielgeräten des Schulhofs nahtlos fortsetzten.

Ständig kam es zu Szenenapplaus, hinzu kam der kaum enden wollende Schlussapplaus. Eine besondere Würdigung kam am Ende von Schulleiterin Elfriede Wollmer an die Adresse von Gerhard Bitterwolf: „Er war Kopf und Motor des Projektes und hatte die Gesamtleitung. Ohne ihn hätte es die Vorführung nicht gegeben“.

von Alfons Wieber

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