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Laufen für Menschen in Not

Spendenlauf güt Flüchtlinge Laufen für Menschen in Not

Rund um den Berg laufen, um Menschen in Not helfen zu können: Das machten rund 850 Schüler der Stiftsschule St. Johann.

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Nicht die Schnelligkeit, sondern die Ausdauer gewinnt beim Spendenlauf der Stiftsschule für Flüchtlinge rund um Amöneburg. Foto: Maik Drossel

Amöneburg. Zudem beteiligten sich zehn Lehrer an dem Spendenlauf des Amöneburger Gymnasiums. Mit dieser Aktion möchte die Schulgemeinde die in Amöneburg lebenden Flüchtlinge unterstützen und deren Integration fördern. „Das soll keine Alibiveranstaltung sein“, betont Tobias Brandt vom Organisationsteam. Die Schule wolle mit dem erlaufenen Geld die Hilfsangebote der örtlichen Flüchtlingshilfe unterstützen. So ließen sich beispielsweise Fahrten zum Arzt für die Flüchtlinge finanzieren, die für diese mit den Linienbussen kaum realisierbar seien. Ein Gremium aus Schülern und Eltern solle über die Verwendungszwecke des Geldes entscheiden und über die Hilfen informieren.

Mit besonders großer Begeisterung rannten die jüngeren Läufer um den Berg. Aus ihrem Kreis war vorbehaltlos Verständnis für den Wunsch der Flüchtlinge zu hören, in Deutschland ein besseres und sicheres Leben zu führen. Aus den Reihen der Oberstufenschüler gab es vereinzelt Stimmen, die in dem Flüchtlingsstrom die Gefahr einer Überforderung für das Land sahen. Diese Punkte erörterte Schulleiter Hans-Georg-Lang am Randes des Spendenlaufs während einer Diskussionsrunde mit den Schülern.

„Der Lauf ist eine körperliche Leistung, die Anerkennung verdient“, sagt Tobias Brandt. Deshalb gibt es für die Klassen mit den meisten Runden Preise. Die 7a erlief die meisten Runden und gewinnt Eintrittskarten für die Handball-Bundesliga in Wetzlar. Die 6b bekommt Besuch von den Marburger Bundesliga-Basketballerinnen und wird mit den Blue Dolphins trainieren. Die Schüler der 9b erhalten für ihren dritten Platz eine Signierstunde mit dem TV-Star und ehemaligen Schüler der Stiftsschule, Willi Weitzel.

Für alle Schüler gab es im Anschluss an den Spendenlauf die Möglichkeit zur Begegnung mit einigen Flüchtlingen im Rabanushaus. In Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Asyl Amöneburg wurden die Schüler auch über die Situation vor Ort aufgeklärt und einigen Amöneburger Flüchtlingsfamilien vorgestellt.

von Maik Drossel

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